Wie es weiter hiess, prüft die Behörde die Bewertung von Vermögenswerten im Zusammenhang mit der geplanten Veräusserung des Russland-Geschäfts des Konzerns. Diese sei möglicherweise fehlerhaft gewesen. In einer ebenfalls am Dienstag veröffentlichten Mitteilung von Jungheinrich hiess es dazu: Die Veräusserungsabsicht könnte zu einem Wertminderungsbedarf geführt haben. Ohne diesen zu berücksichtigen, könnten vor allem Mietgeräte und Vorräte zu hoch bewertet worden sein.

Bei der Prüfung der Behörde gehe es ausschliesslich darum, wann Jungheinrich die Wertminderung hätte erfassen müssen, betonte das Unternehmen. Der Konzern habe die Wertminderung im Juli 2025 vollständig erfasst. Umsatz und Ergebnis im Konzernabschluss der Geschäftsjahre 2025 und 2026 seien von der Prüfung nicht betroffen. Die ehemalige russische Tochtergesellschaft sei seit Februar 2026 vollständig entkonsolidiert.

Die Prüfung wurde den Angaben der Bafin zufolge bereits am 13. Juli eingeleitet. Jungheinrich steht nach eigenen Angaben im Austausch mit der Behörde und begleitet die Prüfung «konstruktiv» mit.

In den vergangenen Monaten hat die Bafin wegen möglicher Bilanzierungsfehler eine Reihe von Unternehmen unter die Lupe genommen. So untersucht die Behörde derzeit den Jahresabschluss 2025 des Arzneimittelherstellers Dermapharm . Derweil hat sie jüngst Fehler in Jahresabschlüssen des IT-Dienstleister Nagarro , der Beteiligungsgesellschaft Mutares sowie des Online-Händlers Zalando gefunden./mne/zb/tav/mis

(AWP)