Gerade für einen stark regulierten Sektor wie den Finanzplatz sei es entscheidend, dass Gesetze und Regulierungen international anschlussfähig seien und Markteintrittshürden tief gehalten würden, sagte Rohner laut einer SBVg-Mitteilung. Ebenso wie der Schutz von Kundinnen und Kunden sowie die Stabilität des Finanzsystems müsse die Wettbewerbsfähigkeit als eigenständiges Ziel berücksichtigt werden.
Regulatorische und steuerliche Fehlanreize hätten dazu geführt, dass Geschäftsfelder, Wertschöpfung und Know-how ins Ausland abgewandert seien. Als Beispiele nannte er den Goldhandel, den Eurobondmarkt und das Fondsgeschäft. Politik, Gesetzgeber und Regulator seien gefordert, Rahmenbedingungen zu schaffen, damit die Schweiz solche Chancen künftig nutzen könne.
Der frühere UBS-CEO Marcel Rohner stand während fünf Jahren an der Spitze des Branchenverbands. Er hatte seinen Abgang im Mai bekanntgegeben. Sein Nachfolger, der italienisch-schweizerische Doppelbürger Giorgio Pradelli, wird die Aufgabe als Präsident der Bankiervereinigung nun zusätzlich zu seiner Aufgabe als EFG-CEO wahrnehmen.
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(AWP)
