Gegen 9.30 Uhr notieren Barry Callebaut nach einem volatilen Handelsverlauf noch 0,1 Prozent im Minus auf 1199 Franken. Der Gesamtmarkt zeigt sich gleichzeitig leicht schwächer (SPI -0,06 Prozent). Die Barry-Callebaut-Aktien hatten sich zuletzt allerdings deutlich verteuert: Alleine in den vergangenen vier Wochen hatten sie um gut 12 Prozent zugelegt. Im Gesamtjahr resultiert derweil weiterhin ein Minus von über 8 Prozent.

Das Jahresergebnis des Schokoladekonzerns sei insgesamt «in den Erwartungen» ausgefallen, heisst es bei der ZKB. Der zuständige Experte lobt dabei die gute Volumenentwicklung im vierten Quartal. Barry Callebaut müsse nun aber beweisen, dass die verbesserten Volumen auch zu einem deutlichen Gewinnanstieg führen könnten, fordert er: «Am besten schon im laufenden Jahr.» Der Ausblick für das kommende Geschäftsjahr signalisiere derweil eine gewisse Vorsicht.

Die Analysten der Bank Vontobel verweisen in einem Kommentar auf die Erholung der Absatzmengen und auf den deutlichen Schuldenabbau. Als negative Überraschung werten sie allerdings das Auslaufen der Liefervereinbarung mit dem US-Süsswarenhersteller Hershey Ende 2027. Dies dürfte das Absatzwachstum im neuen Geschäftsjahr um rund einen Prozentpunkt schmälern.

Die Erholung bei den Volumen im Schlussquartal wird auch von den LUKB-Experten hervorgehoben: Damit sei der Rückgang im Gesamtjahr weniger ausgeprägt als vom Markt erwartet. Sie erwarten nun eine Fortsetzung der positiven Entwicklung in der ersten Hälfte des neuen Geschäftsjahres trotz anhaltend schwierigem Umfeld. Als Risiko sehen die LUKB-Analysten das Wetterphänomen El Nino, das die Kakao-Ernte potenziell belasten könne.

Die UBS spricht ebenfalls von einem insgesamt soliden Zahlenkranz, verweist aber auf einzelne leichte Enttäuschungen. So blieben der bereinigte Betriebs- und Reingewinn etwas hinter den eigenen Schätzungen zurück. Auch die Wachstumsprognose für die Absatzmenge im neuen Geschäftsjahr fiel etwas vorsichtiger aus als erwartet. Positiv wertete die Grossbank dagegen den starken Geldzufluss und die Aussicht auf einen deutlichen Gewinnanstieg.

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(AWP)