An der Börse kam das gut an; der Aktienkurs legte am Montagvormittag um rund 3 Prozent zu. Dabei half neben den Nubeqa-Daten auch die Zulassung des Blutgerinnungshemmers Asundexian auf dem wichtigen chinesischen Markt zur Vorbeugung sekundärer Schlaganfälle.

«Diese neuen Daten unterstreichen das Potenzial von Darolutamid, Patienten bereits in früheren Phasen ihrer Prostatakrebserkrankung einen relevanten Nutzen zu bieten», sagte Christine Roth, Mitglied des Pharma-Führungsteams von Bayer.

Die gezeigte Wirksamkeit sei vielversprechend, allerdings auch eher eine Bestätigung des Bekannten als eine Disruption, schrieb Analyst Michael Leuchten vom Investmenthaus Jefferies in einer ersten Einschätzung. Nach Einschätzung von JPMorgan-Analyst Richard Vosser zeigen die Daten, dass sich für Nubeqa bei Patienten mit lokalisiertem Prostatakrebs und sehr hohem Rezidivrisiko ein weiterer Wachstumstreiber eröffnet.

Analyst James Quigley von der Investmentbank Goldman Sachs traut Nubeqa nun mehr Umsatz zu als bisher. Sowohl Quigley als auch Vosser halten in der Spitze zusätzliche Erlöse von einer Milliarde Euro für möglich. Aktuell rechnet Vosser für 2030 mit einem Nubeqa-Umsatz von gut 6 Milliarden Euro, was ohnehin schon mehr sei, als am Markt im Durchschnitt erwartet werde.

Nubeqa ist in Kombination mit ADT in vielen Ländern bereits zur Behandlung von Prostatakrebs zugelassen. Der Umsatz mit dem noch jungen Medikament ist seit Einführung sehr stark gewachsen. Im ersten Halbjahr 2026 war es mit einem Wachstum um mehr als die Hälfte auf gut 1,6 Milliarden Euro das umsatzstärkste Medikament der Leverkusener./mis/men/stk

(AWP)