Je nach Bildungsstufe entwickeln sich die Schüler- und Studierendenzahlen in der Schweiz bis 2035 sehr unterschiedlich. Dies geht aus den am Montag vom Bundesamt für Statistik (BFS) veröffentlichten Bildungsszenarien 2026 bis 2035 hervor. Das BFS betont, dass die Ergebnisse wegen unklarer Geburten- und Zuwanderungszahlen mit Unsicherheiten behaftet sind.
Auf der Primarstufe habe die Zahl der Lernenden in den vergangenen Jahren stark zugenommen. Seit 2022 aber sinken die Geburtenzahlen, weshalb die Zahl der Primarschülerinnen und -schüler zwischen 2027 und 2028 dürften sie einen Höhepunkt erreichen und bis 2035 um acht Prozent sinken, prognostizierte das BFS. Auf der Sekundarstufe I wird ab 2033 mit einem Rückgang gerechnet.
Moderate Zuwächse prognostiziert das BFS für die Sekundarstufe II mit plus zehn Prozent in der beruflichen Grundbildung und plus zwölf Prozent bei den allgemeinbildenden Ausbildungen. Auch in der höheren Berufsbildung wird ein Anstieg um 17 Prozent auf 41'300 Studierende an höheren Fachschulen erwartet.
An den Universitäten, Fachhochschulen sowie den pädagogischen Hochschulen rechnet der Bund bis 2035 mit 305'000 Studierenden auf Bachelor- und Masterstufe. Das entspricht einer Zunahme um 21 Prozent gegenüber 2026. Hauptgründe sind das Bevölkerungswachstum und die Zunahme ausländischer Studierender.
Dieser Ansturm auf die Hochschulen fällt in eine Zeit, in der junge Akademikerinnen und Akademiker beim Berufseinstieg vermehrt Mühe haben. Gemäss der Hochschulabsolventenbefragung (UUG) des Statistischen Bundesamtes im August stieg die Arbeitslosigkeit bei Studienabgängern zwischen 2023 und 2025 spürbar an. Ausgenommen davon sind einzig die pädagogischen Hochschulen.
(AWP)
