Der Bitcoin wurde durch einen deutlichen Anstieg der Inflation in den Vereinigten Staaten und die damit verbundene Spekulation auf eine weitere Zinserhöhung durch die US-Notenbank Fed belastet. Die Anleger setzten verstärkt auf festverzinsliche Anlegen wie Staatsanleihen, was die Nachfrage nach Kryptowährungen bremste, die keine Marktzinsen abwerfen.
«Anleger fürchten, dass der geldpolitische Gegenwind in Zukunft womöglich doch stärker ausfällt als gedacht», sagte Analyst Timo Emden vom Handelshaus Captrader. Seiner Einschätzung nach ist derzeit die Sorge vor geldpolitischen Enttäuschungen grösser als die Risikobereitschaft der Anleger.
Seit Ende September hat sich der Bitcoin in einer vergleichsweise engen Handelsspanne gehalten. Nachdem der Kurs in den Sommermonaten bis auf etwa 60.000 Dollar gefallen war, konnte sich der Bitcoin im August und September wieder erholen. Trotz der Kursgewinne steht die Kryptowährung aber weiter deutlich unter dem Rekordhoch, das vor etwa einem Jahr bei über 120.000 Dollar erreicht worden war./jkr/he
(AWP)
