Die Hoffnung auf eine Verhandlungslösung im Iran-Krieg und die mögliche Öffnung der Strasse von Hormus hatten am Wochenende noch die Kurse etwas nach oben getrieben. Die Unsicherheit bleibt aber mit Blick auf den Iran-Krieg hoch. Das iranische Aussenministerium hat die jüngsten US-Angriffe als groben Verstoss gegen die Waffenruhe verurteilt und mit Vergeltung gedroht. Die Risikobereitschaft der Anleger wird durch die Unsicherheit gedämpft. Der Bitcoin gilt als riskante Anlageform.
Eine deutliche Erholung des Bitcoin gilt auch angesichts der Geldpolitik der Notenbanken als unwahrscheinlich. Die gestiegenen Inflationsgefahren dürften sich auch auf die Zinspolitik auswirken. So wird beispielsweise überwiegend erwartet, dass die Europäische Zentralbank (EZB) im Juni ihren Leitzins anheben wird. In den USA wird keine Leitzinssenkung mehr erwartet und eine Zinserhöhung im späteren Jahresverlauf nicht ausgeschlossen. Höhere Zinsen machen den Bitcoin weniger attraktiv, da er keine Zinserträge bringt.
(AWP)

