China sucht Neuanfang in Beziehungen zu Japan bei Abes Besuch

China sucht beim Besuch des japanischen Ministerpräsidenten Shinzo Abe in Peking einen Neuanfang in den Beziehungen zu seinem wichtigen Nachbarn. Vor der Ankunft von Abe am Donnerstag in Peking zum ersten Besuch eines japanischen Regierungschefs in China seit 2011 hiessen ihn chinesische Staatsmedien mit wohlwollenden Kommentaren willkommen.
25.10.2018 06:32

"Es ist ein Meilenstein, der signalisiert, dass die Beziehungen zwischen China und Japan auf den richtigen Weg zurückkehren", schrieb die englischsprachige "Global Times", die vom kommunistischen Parteiorgan "Volkszeitung" herausgegeben wird. Die Staatsagentur Xinhua zitierte Experten mit der Überzeugung, dass der dreitägige Besuch die Entwicklung der Beziehungen verbessern wird.

Zum Auftakt wird Chinas Ministerpräsident Li Keqiang den japanischen Premier empfangen. Beide Seiten feiern den 40. Jahrestag der Unterzeichnung des Freundschaftsabkommens, das 1978 die Beziehungen nach der alten Feindschaft im Zweiten Weltkrieg normalisierte. Höhepunkt des Besuches ist am Freitag der Empfang durch Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping.

Das Verhältnis ist wegen der Kriegsvergangenheit schwierig - zuletzt auch wegen des rechtskonservativen Kurses von Abe. Spannungen gab es besonders 2012, als sich der Territorialstreit um Inseln im Ostchinesischen Meer verschärfte. Japans Premier und Chinas Präsident Xi haben sich zwar wiederholt am Rande internationaler Gipfel gesehen, doch war Abe seit seinem Amtsantritt 2012 bisher noch nicht zu einem bilateralen Besuch in Peking./lw/DP/jha

(AWP)