Morning Briefing International

FRANKFURT (awp international)
22.12.2016 07:43

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AKTIEN

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DEUTSCHLAND: - NIEDRIGER - Am deutschen Aktienmarkt zeichnet sich am Donnerstag vor Weihnachten ein etwas tieferer Start ab: Der Broker IG taxierte den Dax rund zwei Stunden vor der Eröffnung 0,17 Prozent niedriger auf 11 449 Punkte. Am Vortag hatte der deutsche Leitindex bei ruhigem Handel mit 11 479 Punkten erneut einen Höchststand seit August 2015 erreicht.

USA: - DOW UNTER 20 000 PUNKTEN - Der Dow Jones Industrial hat auch am Mittwoch die Marke von 20 000 Punkten noch nicht geknackt. Beim Stand von 19 941,96 Punkten beendete der New Yorker Leitindex den Handel mit minus 0,16 Prozent, nachdem er sich kurz nach dem Börsenstart bis auf 14 Zähler an die bisher noch nie erreichte runde Marke herangepirscht hatte.

ASIEN: - RUNTER - Asiens Börsen sind der Wall Street am Donnerstag ins Minus gefolgt. Auch die leicht fallenden Ölpreise belasteten. Die Verluste hielten sich allerdings in engen Grenzen.

DAX              		11.468,64	 0,03%
XDAX            		11.460,87	 0,06%
EuroSTOXX 50		     3.270,75   -0,26%
Stoxx50        		     3.006,02   -0,35%

DJIA             		19.941,96	-0,16%
S&P 500        		     2.265,18	-0,25%
NASDAQ 100  		     4.948,91	-0,10%

Nikkei 225              19.427,67   -0,1% (Schlussstand)

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ANLEIHEN / DEVISEN / ROHÖL

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RENTEN: - BEHAUPTET - Mit Blick auf das nahende Weihnachtsfest dürften sich die Umsätze an den Rentenmärkten in Grenzen halten, schrieb Dirk Gojny von der National-Bank am Donnerstagmorgen. Der Bund-Future dürfte seiner Meinung nach gut behauptet in den Tag starten und sich dann zwischen 162,55 und 163,70 bewegen.

Bund-Future   		163,32		0,20%

DEVISEN: - EURO ÜBER 1,04 DOLLAR - Der Eurokurs hat sich bis zum Donnerstagmorgen stabil gehalten. Zuletzt kostete die Gemeinschaftswährung 1,0434 US-Dollar und damit in etwa so viel wie im Wall-Street-Handel. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Mittwoch auf 1,0421 (Dienstag: 1,0364) Dollar festgesetzt.

(Alle Kurse 7:15 Uhr)
Euro/USD       		        1,0434		0,03%
USD/Yen             		117,64		0,09%
Euro/Yen       		        122,75		0,10%

ROHÖL - BILLIGER - Die Ölpreise haben am Donnerstag im frühen Handel leicht nachgegeben. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Februar kostete am Morgen 54,41 US-Dollar. Das waren fünf Cent weniger als am Mittwoch. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Lieferung im Februar fiel um zehn Cent auf 52,39 Dollar.

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PRESSESCHAU

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- Unicredit-Chef Jean Pierre Mustier rechnet weiter damit, dass die Probleme 
  seiner Bank ohne Staatshilfen zu lösen sind. Er will zudem das Geschäft mit 
  Mittelstandskunden in Deutschland ausbauen, Interview, HB, S. 1, 4 und 5
- Trump will Finanzinvestor Carl Icahn zum Berater machen, WSJ 
- Deutsche-Börse-Chef Carsten Kengeter setzt weiter auf Genehmigung der Fusion 
  mit der London Stock Exchange (LSE) durch die EU-Kommission, 
  Interview, HB, S. 18 
- Deutsche-Börse-Chef Carsten Kengeter versucht erneut Ängsten von Politikern, 
  eine Fusion mit LSE würde Aufsichtsmöglichkeiten durch deutsche Behörden 
  schmälern, entgegenzutreten, Interview, FT, S. 13 
- Stellvertretender Credit-Agricole-Vorstandschef Xavier Musca: "Die EZB hat 
  recht: Es gibt zu viele Banken in Europa", FAZ, 23 
- US-Investmentbank Goldman Sachs ist tief in den Skandal um den malaysischen 
  Staatsfonds 1MDB verwickelt, WSJ Online 
- Saarländischer Innenminister Klaus Bouillon: "Es ist unmöglich, Anschläge zu 
  verhindern", Interview, HB, S. 7 
- Allianz-Chef Oliver Bäte: US-Markt wird zum Heimatmarkt. "Ungefähr 35 Prozent 
  unserer Erträge kommen aus den USA und in ein paar Jahren könnte Amerika 
  ertragstechnisch unser Heimatmarkt sein.", Interview, Wirtschaftswoche 
- Deutsche Volkswagen-Händler einigen sich heimlich mit den Besitzern von 
  Dieselfahrzeugen. Sie könnten so verhindern, dass in der Abgasaffäre ein 
  rechtskräftiges Urteil zu Lasten des Autokonzerns gefällt wird, SZ, S. 15 
- Post-Paket-Chef Jürgen Gerdes hat keine Angst vor Konkurrenz durch den Kunden 
  Amazon. Prime-Dienste wären ohne DHL "gar nicht möglich", Interview, Focus 
- Chef der Europäischen Investitionsbank (EIB), Werner Hoyer, rechnet 2017 mit 
  Unsicherheiten am Anleihemarkt und sieht keine Gefahr für Rating der Bank, 
  Interview, BöZ, S. 1, 13 
- Berenberg-Chefvolkswirt Holger Schmieding rechnet wegen Brexit nicht mit 
  abrupter Krise, sondern mit schleichender Schwächung der britischen 
  Wirtschaft. In USA überlagern derzeit die Hoffnungen auf Steuersenkungen die 
  mittelfristigen Risiken eines Handelskriegs, Interview, SZ, S. 16 
- Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) plädiert dafür, die Mietpreisbremse 
  nachzubessern, Südwest Presse 
- Ost-Rentenangleichung lässt Rentenbeiträge steigen, Berliner Zeitung 
- EU-Hilfsgelder für Opelaner blieben zur Hälfte liegen, Westdeutsche Allgemeine
  Zeitung 
- Teil der Bochumer Opelaner darf ein drittes Jahr in der Transfergesellschaft 
  bleiben, Westdeutsche Allgemeine Zeitung 
- Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD): USA wollen VW schwächen. Handel mit 
  China ausbauen, Interview, Wirtschaftswoche

(AWP)