Neuer Anlauf bei Siemens-Prozess in Griechenland

Nach monatelanger Unterbrechung ist am Freitag in Athen der Schmiergeld-Prozess gegen deutsche Ex-Manager und griechische Mitarbeiter von Siemens wieder aufgenommen worden. Das bestätigte einer der Verteidiger der Deutschen Presse-Agentur. Das Verfahren war im Juli 2016 unterbrochen worden, weil die rund 4500 Seiten starke Anklageschrift nur auf Griechisch vorlag und für die deutschen Angeklagten erst noch übersetzt werden musste.
24.02.2017 11:12

Die Anklagepunkte gegen mehrere der insgesamt 64 Angeklagten seien bereits verjährt, berichteten griechische Medien. Hintergrund des Verfahrens: Frühere Siemens-Mitarbeiter sollen nach 1997 knapp 70 Millionen Euro Schmiergeld gezahlt haben, um einen Auftrag vom griechischen Telekommunikationsunternehmen OTE zu erhalten. Die Angeklagten wiesen die Vorwürfe zurück./axa/DP/stb

(AWP)