Ölpreise geben deutlich nach

Die Ölpreise haben am Donnerstag erheblich unter Druck gestanden. Sie entfernten sich damit von ihren unlängst markierten mehrjährigen Höchstständen. Am Mittag kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 83,51 US-Dollar. Das waren 1,07 Dollar weniger als am Vortag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 1,19 Dollar auf 81,47 Dollar. Am Morgen hatten die Ölpreise noch stärker nachgegeben.
28.10.2021 12:37

Neue Lagerdaten aus den USA belasteten. Die Vorräte sind in der vergangenen Woche nach Daten des US-Energieministeriums vom Vortag spürbar gestiegen. Hinzu kommt die Aussicht auf neue Verhandlungen über das iranische Atomprogramm. In diese Richtung deuten jüngste Äusserungen aus Iran. Sollten die Verhandlungen erfolgreich verlaufen, könnte die Lockerung US-amerikanischer Sanktionen folgen, die unter anderem den Ölexport Irans betreffen.

Die Rohstoffexperten der Commerzbank geben sich beim Thema Iran aber zurückhaltend. "Selbst wenn es zu einer Wiederaufnahme der Gespräche kommt und diese erfolgreich verlaufen, dürfte bis zu einer Einigung und einer Rückkehr der iranischen Ölexporte allerdings noch viel Zeit vergehen."

Für fallende Ölpreise sorgte auch die Ansage aus Russland, bald mehr Erdgas nach Europa liefern zu wollen. Hintergrund ist die derzeitige Knappheit an Erdgas, die nicht nur die Gaspreise, sondern auch die Erdölpreise nach oben getrieben hat. Rohöl kann zum Teil als Ersatz für Erdgas genutzt werden./bgf/jsl/jha/

(AWP)