Ölpreise kaum verändert

Die Ölpreise haben sich am Donnerstag trotz neuer Signale für eine Verlängerung der Förderkürzung wichtiger Ölstaaten wenig verändert. Ein Barrel (je 159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Dezember kostete gegen Mittag unverändert 58,44 US-Dollar. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg im Vergleich zum Vortag um acht Cent auf 52,26 Dollar.
26.10.2017 12:48

Aus dem führenden Ölstaat Saudi-Arabien kommen weitere Signale für eine Verlängerung der geltenden Reduzierung der Fördermenge. In einem Interview mit der Nachrichtenagentur Bloomberg sagte der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman, dass er eine Verlängerung der Förderkürzung wolle. Derzeit gilt eine Förderbegrenzung von Mitgliedsstaaten der Organisation erdölexportierender Länder (Opec) mit anderen wichtigen Ölstaaten bis zum März 2018.

Allerdings hatten bereits zuvor Vertreter Saudi-Arabiens und Russlands durchblicken lassen, dass eine zeitliche Verlängerung angedacht sei. Am Ölmarkt rückt das Ende November anstehende Treffen des Ölkartells Opec zunehmend in den Blick. Es wird darauf spekuliert, dass die Opec ihre mit anderen grossen Förderländern vereinbarte Fördergrenze bis Ende 2018 verlängern wird.

Nach Einschätzung von Rohstoffexperten der Commerzbank zeigt sich der Ölmarkt derzeit unempfänglich für preisbelastende Nachrichten. Ein überraschender Anstieg der Ölreserven in den USA konnten die Ölpreise am Vortag allenfalls zeitweise bewegen. Nach Daten des Energieministeriums sind die Rohölbestände in der vergangenen Woche erstmals seit Mitte September wieder leicht gestiegen.

Zudem erhöhte sich die Ölproduktion der Vereinigten Staaten ungewöhnlich deutlich. Analysten deuteten den Produktionsanstieg jedoch als Normalisierung, weil zuvor zahlreiche Förderanlagen wegen schwerer Wirbelstürme geschlossen werden mussten./jkr/jsl

(AWP)