Ölpreise legen zu

Die Ölpreise sind am Mittwoch gestiegen. Nachdem sich die Kurse am Morgen vor der Veröffentlichung der offiziellen Daten zu den US-Ölreserven kaum verändert gezeigt hatten, legten sie im Mittagshandel jeweils etwa einen halben Dollar zu. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete zuletzt 43,75 US-Dollar. Das waren 53 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 41 Cent auf 41,45 Dollar.
29.07.2020 12:10

Nach Einschätzung von Marktbeobachtern werden die Ölpreise durch Daten zur Entwicklung der amerikanischen Ölreserven gestützt. Am Vorabend war bekannt geworden, dass der Interessenverband American Petroleum Institute (API) in der vergangenen Woche einen Rückgang der Lagerbestände an Rohöl um 6,83 Millionen Barrel verzeichnet hatte. Sinkende Ölreserven sorgen in der Regel für Auftrieb bei den Ölpreisen.

Allerdings hatte das API zeitgleich auch einen Anstieg der Lagerbestände an Benzin in der vergangenen Woche gemeldet, während der Markt einen Rückgang der US-Benzinreserven erwartet hatte. Im weiteren Handelsverlauf dürften die Anleger vor allem die offiziellen Lagerdaten der US-Regierung im Blick haben, die am Nachmittag auf dem Programm stehen. Sie dürften für neue Impulse bei den Ölpreisen sorgen.

Darüber hinaus blickt der Ölmarkt auch auf geldpolitische Beschlüsse der US-Notenbank Fed, die am Abend auf dem Programm stehen. Vor allem dürfte die Einschätzung der Währungshüter zur wirtschaftlichen Lage in den USA interessieren. Zuletzt hatten sich Konjunktursorgen verstärkt, nachdem die Zahl der Neuinfektionen in der Corona-Pandemie auf ein vergleichsweise hohes Niveau gestiegen war./jkr/fba

(AWP)