Ölpreise setzen moderate Erholung fort

Die Ölpreise haben am Mittwoch ihren moderaten Erholungskurs fortgesetzt. Nach wie vor sorgen Lieferausfälle in Libyen für leichten Preisauftrieb. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Mai kostete im Mittagshandel 51,68 US-Dollar. Das waren 35 Cent mehr als am Dienstag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 26 Cent auf 48,63 Dollar.
29.03.2017 12:42

Im Opec-Land Libyen bleibt die Ölpipeline zum grössten Ölfeld des Landes nach Informationen der Nachrichtenagentur Bloomberg ausser Betrieb. Gründe dafür seien nicht bekannt. Dies mindert zumindest übergangsweise die Sorgen der Organisation erdölexportierender Länder (Opec). Zuletzt hatten die Produktionskürzungen des Ölkartells nicht mehr die gewünschte preissteigernde Wirkung. Die Ölpreise waren in den vergangenen Handelstagen gesunken.

Nach wie vor spielt die Ölförderung in den USA eine wichtige Rolle für die Preisfindung am Ölmarkt. Während die Opec ihre Fördermenge seit Beginn des Jahres gesenkt hat, werden in den USA hingegen immer mehr Bohrlöcher in Betrieb genommen. Die Folge ist ein steigendes Angebot, das auf die Preise drückt. Am Dienstagabend hatte das American Petroleum Institute (API) abermals von steigenden US-Rohölvorräten berichtet.

Am Nachmittag wird die US-Regierung die offiziellen Daten zu den Lagerbeständen veröffentlichen. Der Markt rechnet mit einem Anstieg der Ölreserven um 2,0 Millionen Barrel./jkr/bgf/tos

(AWP)