Rocket-Internet-Grossaktionär begründet Anteilsverkauf mit Interessenkonflikt

Der schwedische Grossaktionär Kinnevik hat seinen Anteilsverkauf an dem Start-up-Entwickler Rocket Internet mit einem Interessenkonflikt begründet. "Unsere Geschäftsmodelle sind sich zu ähnlich geworden", sagte Kinnevik-Interims-Chef Joakim Andersson dem "Handelsblatt" (Freitag). Rocket baue nicht mehr nur junge Firmen auf, sondern investiere auch in grössere Unternehmen. "Wir tun dasselbe", sagte er. Mit dem Verkauf der Aktien habe man vor allem Gewinne realisieren und für neue Investitionen bereitstellen wollen.
24.02.2017 08:48

Am Markt hatte der am Mittwochabend von Kinnevik bekannt gegebene Verkauf der Hälfte seiner Beteiligung an Rocket Internet für einen scharfen Kursrutsch bei Rocket-Aktien gesorgt. Die Papiere brachen um mehr als zehn Prozent ein. Die Kursrally seit Mitte Januar bis auf 23,54 Euro scheint Geschichte.

"Das Investment in Rocket war fantastisch", sagte Andersson dem Blatt. "Wir haben unseren Einsatz versechsfacht". Die Beteiligungsgesellschaft hatte 10,9 Millionen Rocket-Aktien oder 6,6 Prozent des Grundkapitals verkauft. "Wir arbeiten auch weiterhin bei den Beteiligungen zusammen, die uns gemeinsam gehören", sagte der Manager. Das sei "eine gute Partnerschaft"./jha/stb

(AWP)