Airbus und Boeing müssen bei Bestellungen zurückstecken

(Meldung durchgehend ergänzt, u.a. mit Angaben zu Boeing)
28.12.2016 06:46

Toulouse (awp/sda/reu) - Die Flugzeughersteller Airbus und Boeing haben beim Verkauf ihrer Maschinen Rückschläge erlitten. Der europäische Produzent Airbus liefert zwölf Maschinen des Typs A380 später an die Fluggesellschaft Emirates aus als bislang geplant.

Sechs Stück würden nun 2018 und damit ein Jahr später als ursprünglich geplant dem Kunden übergeben. Sechs weitere Flugzeuge werden statt 2018 im Jahr 2019 ausgeliefert. An seinem Ziel, 2018 etwa zwölf Maschinen des Typs A380 an Kunden zu übergeben, hält der Konzern fest.

Die Verschiebung der Auslieferungen sei mit Emirates und dem Triebwerkshersteller Rolls-Royce vereinbart worden. Emirates hatte im November erklärt, bei Rolls-Royce-Triebwerken für den A380 gebe es nicht näher ausgeführte technische Schwierigkeiten.

Zugleich kündigte Airbus an, Sparmassnahmen vorzuziehen, um die Einbussen möglichst gering zu halten. Die Kosteneinsparungen sollen dafür sorgen, dass das Erreichen der Gewinnschwelle 2017 nicht in Gefahr gerät.

Der US-Konkurrent Boeing musste sogar eine Abbestellung verkraften. Die amerikanische Fluggesellschaft Delta Airlines will 18 Maschinen des Typs 787-8 nicht mehr, die der 2008 übernommene Konkurrent Northwest Airlines bestellt hatte.

(AWP)