Alpiq traktandiert für GV im Juni Abstimmung zu Abfindungsfusion

Die Aktionäre des Energiekonzerns Alpiq werden an der unlängst vom heutigen Mittwoch auf den 24. Juni verschobenen Generalversammlung im Übernahmestreit über eine Abfindungsfusion entscheiden. Auf diesem Weg wollen die Ankeraktionäre die noch übrig gebliebenen Publikumsaktionäre loswerden.
13.05.2020 18:57

Damit das sogenannte Squeeze Out zur Anwendung komme, brauche es an der Generalversammlung die Zustimmung von mindestens 90 Prozent der im Handelsregister eingetragenen Aktien, teilte Alpiq am Mittwochabend weiter mit. Das seit längerem bekannte Ziel der an Alpiq beteiligten Ankeraktionäre ist es, das Unternehmen ganz kontrollieren zu können.

Zu den Grossaktionären zählen die Schweizer Kraftwerksbeteiligungs-AG (SKBAG), das Konsortium Schweizer Minderheitsaktionäre (KSM) und die EOS Holding. Sie hielten nach Ablauf der Nachfrist Ende September 2019 einen Anteil von 89,94 Prozent und verfehlten damit die Mindestschwelle für den fusionsrechtlichen Squeeze-out bei 90 Prozent.

Die letzten Publikumsaktionäre sollen den Plänen zufolge eine Abfindung von 70 Franken für jede bei der Fusion gehaltenen Alpiq-Aktie erhalten. Das ist auch der Preis, den die SKBAG im Rahmen des letztjährigen öffentlichen Angebots offeriert hatte. Auch hat eine "Fairness Opinion"-Analyse des Beratungsunternehmens PwC einen Wert der Aktie in der Bandbreite von 65 bis 73 Franken errechnet und den gebotenen Preis als "fair und angemessen" bezeichnet.

Mit Blick auf das geplante Abfindungsverfahren sei die Bank Alantra damit beauftragt worden, einen unabhängigen Bewertungsbericht für die Verwaltungsräte der Alpiq und der Alpha 2020 AG zu erstellen. Der Bewertungsbericht der Alantra ermittelte eine Wertbandbreite von 63,30 bis 72,50 Franken pro Alpiq-Aktie und habe damit die faire Höhe der vereinbarten Abfindung von 70 Franken bestätigt, hiess es.

An der GV im Juni soll auch noch Aline Isoz neu in den Verwaltungsrat von Alpiq gewählt werden. Isoz ist bei Mazars Schweiz für den Bereich digitale Transformation zuständig und soll bei Alpiq den abtretenden Verwaltungsrat René Longet ersetzen.

mk/cf

(AWP)

 
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