Pharma-Start-Up - Basilea gelingt Eindämmung des Verlusts

Basilea Pharmaceutica hat im abgelaufenen Geschäftsjahr den Betriebsertrag gegenüber dem Vorjahr gesteigert. Unter dem Strich konnte das Unternehmen seinen Verlust verringern.
20.02.2017 08:17
Der Hauptsitz von Basilea in Basel.
Der Hauptsitz von Basilea in Basel.
Bild: ZVG

Die liquiden Mittel beziffert Basilea auf 289 Mio CHF. Bei den Einnahmen stehen 66,0 Mio CHF zu Buche, nach knapp 52,8 Mio im Geschäftsjahr 2015, wie die Gesellschaft am Montag mitteilt. Davon entfielen 57,7 Mio (VJ 51,2 Mio) auf den Umsatz aus Verträgen. Mit Produktverkäufen von Cresemba (Isavuconazol) und Zevtera/Mabelio (Ceftobiprol) in Europa erzielt Basilea Umsätze in Höhe von 7,1 Mio CHF. Lizenzgebühren (Royalties) auf Cresemba-Verkäufe in den USA machten 7,3 Mio CHF aus

Für Forschung und Entwicklung fielen Kosten in Höhe von 48,4 Mio CHF an (VJ 60,1 Mio). Diese Kosten entstanden hauptsächlich im Zusammenhang mit der Phase-1/2a-Entwicklung des Krebsmedikamentenkandidaten BAL101553, den Kosten für das pädiatrische Entwicklungsprogramm für Ceftobiprol und Aktivitäten im Zusammenhang mit Isavuconazol, heisst es dazu erklärend in der Mitteilung.

Der Vertriebs-, Verwaltungs- und allgemeine Aufwand legte zu auf 56,1 Mio von 54,2 Mio. Basilea begründet diese Entwicklung unter anderem mit der Kommerzialisierung von Cresemba und Zevtera/Mabelio sowie Aufwendungen für aktienbasierte Vergütung. Der Betriebsverlust (EBIT) lag bei 43,9 Mio nach einem Minus von 61,5 Mio CHF im Jahr 2015. Den Konzernverlust beziffert Basilea mit 51,3 (VJ -61,6) Mio.

Zum Ende des vergangenen Geschäftsjahres verfügte Basilea über liquide Mittel und kurzfristige Finanzanlagen in Höhe von 289,0 Mio CHF, im Vergleich zu 310,9 Mio per Mitte 2016 und 364,7 Mio Ende 2015. Darin enthalten ist eine Wandelanleihe über 200 Mio CHF.

Für das laufende Geschäftsjahr wird ein durchschnittlicher monatlicher Betriebsverlust von etwa 3 Mio CHF erwartet. Beim Aufwand rechnet das Unternehmen mit etwa 10 Mio CHF pro Monat. Gleichzeitig rechnet Basilea damit, Umsätze aus Produktverkäufen in Höhe von rund 15 Mio CHF zu erzielen, also in etwa eine Verdoppelung gegenüber 2016. Bei den Royalties auf US-Produktverkäufe stellt das Unternehmen ungefähr 14 Mio CHF in Aussicht.

(AWP)