Bayer kann Fusspflege-Geschäft Dr. Scholl's losschlagen

(Ausführliche Fassung) - Der Pharma- und Agrarchemiekonzern Bayer ist bei der Suche nach einem Käufer für seine schwächelnde Fusspflegemarke Dr. Scholl's fündig geworden. Der auf die mittelständische Konsumgüterbranche konzentrierte US-Finanzinvestor Yellow Wood Partners erwerbe die Markenrechte an Dr. Scholl's in Nord- und Südamerika für 585 Millionen US-Dollar (521 Mio Euro), wie Bayer am Montag mitteilte. 2018 habe Dr. Scholl's einen Umsatz von 234 Millionen Dollar erzielt, hiess es weiter.
22.07.2019 15:37

Der Verkauf der Fusspflegemarke ist Teil eines grösser angelegten Konzernumbaus. So wurde bereits die Hautpflegemarke "Coppertone" für rund 550 Millionen Dollar an den Konsumgüterkonzern Beiersdorf veräussert. Beides hatte Bayer erst vor wenigen Jahren teuer vom US-Pharmakonzern Merck & Co übernommen.

Zudem soll der 60-prozentige Anteil am Chemieparkbetreiber Currenta vom Hof und auch der Verkauf der Tiergesundheitssparte wird dem Vernehmen nach vorbereitet. Letztere würde Bayer wohl mit Abstand das meiste Geld einbringen. So hatte die Nachrichtenagentur Bloomberg zuletzt von denkbaren bis zu 8 Milliarden Euro berichtet.

Das Geld kann Bayer nach dem Milliardenkauf von Monsanto für den Schuldenabbau sowie für die laut Analysten mittelfristig notwendige Stärkung der Pharmasparte gut gebrauchen. Zudem verschlingen die Glyphosat-Prozesse in den USA viel Geld. Sollte es irgendwann zu einer Einigung mit den vielen Tausend Klägern kommen, rechnen Analysten mit Milliardenbelastungen./mis/eas/fba

(AWP)

 

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