BHP profitiert von steigenden Eisenerzpreisen und zahlt mehr Dividende

Chinas Hunger nach Stahl und steigende Eisenerzpreise haben den australischen Rohstoffkonzern BHP in seinem ersten Geschäftshalbjahr kräftig angeschoben. Das bereinigte Ergebnis kletterte trotz der anhaltenden Corona-Pandemie in den sechs Monaten bis Ende Dezember um 16 Prozent auf 6,0 Milliarden US-Dollar (rund 5 Milliarden Euro), wie das Unternehmen am Dienstag in Melbourne mitteilte. Analysten hatten im Schnitt allerdings noch etwas mehr erwartet. In Australien legte die Aktie von BHP um rund 2,7 Prozent zu.
16.02.2021 09:02

BHP machte für den Ergebnisanstieg vor allem eine sehr gute Produktionslage in seiner Eisenerz-Mine in West-Australien verantwortlich. Die Halbjahres-Dividende soll auf den Rekordwert von 1,01 Dollar je Aktie steigen, im Vorjahr hatte sie noch 0,65 Dollar betragen.

Die Eisenerzpreise waren zuletzt stark angestiegen, auch weil China seine Ausgaben stark hochgefahren hatte, um die eigene Konjunktur anzukurbeln. Das Eisenerz-Geschäft steht bei BHP für den Löwenanteil der Erträge. BHP-Chef Mike Henry blickt zudem optimistisch in die Zukunft. Angesichts einer guten chinesischen Nachfrage und der Erholung im Rest der Welt sei die Voraussetzung für weiterhin robuste Preise gegeben, hiess es in der Mitteilung.

Unter dem Strich musste BHP allerdings einen kräftigen Gewinneinbruch um ein Fünftel auf rund 3,9 Milliarden Dollar hinnehmen. Ausschlaggebend waren Abschreibungen von mehr als zwei Milliarden Dollar im Zusammenhang mit vor dem Verkauf stehenden Kohlegeschäften. Hinzu kamen Ausgaben im Zusammenhang mit der Pandemie sowie dem Dammbruch in Brasilien./ssc/tav/mis

(AWP)

 
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