Bossard-Aktien legen nach Umsatzzahlen 2020 klar zu

Die Bossard-Aktien legen am Donnerstagmorgen in einem leicht rückläufigen Gesamtmarkt klar zu. Der Verbindungstechnik-Spezialist hat am Morgen Umsatzzahlen zu seinem von der Coronakrise geprägten Geschäftsjahr 2020 bekannt gegeben, wobei er für das vierte Quartal eine Rückkehr in die Wachstumszone vermelden konnte.
14.01.2021 09:50

Gegen 9.40 Uhr notieren Bossard mit 196,00 Franken um 2,3 Prozent im Plus. Der Gesamtmarkt (SPI) liegt derweil mit -0,06 Prozent knapp im negativen Bereich.

In Anbetracht der Coronapandemie habe Bossard ein "respektables Ergebnis" erreicht, lobt der ZKB-Analyst in einem Kommentar. Der weltweite Lockdown im März 2020 habe Teile der Weltwirtschaft einbrechen lassen, was sich in den Zahlen des 1. Halbjahrs gezeigt hatte, erinnert ZKB-Analyst Armin Rechberger. Im vierten Quartal hätten aber nun sämtliche Regionen, insbesondere Amerika, die Erwartungen übertroffen. Die Pandemie sei aber noch nicht überstanden, warnt der Experte, der bei seiner Empfehlung "Marktgewichten" bleibt.

Mit den Umsatzzahlen vom vierten Quartal habe Bossard die Markterwartungen um fast 6 Prozent übertroffen, heisst es auch bei Vontobel-Experte Bernd Pomrehn. Ein gutes Vorzeichen für den weiteren Geschäftsverlauf sieht der Analyst auch in der jüngsten Verbesserung des Einkaufsmanagerindex in der Eurozone. Mit Bossard könnten Investoren auf die Erholung der weltweiten Wirtschaft setzen. Dennoch bekräftigt die Zürcher Bank ihre "Hold"-Empfehlung.

Die UBS verweist auf ermutigende Signale von Bossard für den weiteren Geschäftsgang: Das Unternehmen erwarte generell eine Fortsetzung der seit Oktober anhaltenden Erholung, auch wenn es nicht auf regionenspezifische Entwicklungen eingehe. Laut Bossard habe sich vor allem der Monat Dezember als stark erwiesen. Dennoch bleibt auch UBS-Analyst Sebastian Vogel beim Rating "Neutral".

Mit den am Donnerstag vorgelegen Ergebnissen dürfte 2020 auch die derzeitige Prognose des Unternehmens für die Betriebsgewinn-Marge von 10 Prozent erreichbar sein, heisst es bei Baader Helvea. Experte Jorg Schirmacher erwartet eine EBIT-Marge "um oder über" 10 Prozent. Seine Handelsempfehlung für die Bossard-Titel belässt er aber bei "Reduce".

tp/yr

(AWP)