Continental mit schweren Einbussen und Verlust in der Corona-Krise

Der Autozulieferer und Reifenhersteller Continental hat in der Corona-Krise schwere Einbussen hinnehmen müssen und einen deutlichen Verlust eingefahren. Der Umsatz fiel im zweiten Quartal auf 6,62 Milliarden Euro, wie der Dax -Konzern am Montagabend nach Börsenschluss auf Basis vorläufiger Zahlen in Hannover mitteilte.
20.07.2020 20:32

Bereinigt um Zu- wie Verkäufe war das ein Minus von 39,8 Prozent. Vor Sondereffekten lag die Marge des Ergebnisses vor Zinsen und Steuern bei -9,6 Prozent, was einen operativen Verlust von rechnerisch rund 636 Millionen Euro bedeutet. Ein Jahr zuvor hatte Conti hier noch 868 Millionen Euro verdient. Damit schnitt Conti in etwa wie von Analysten erwartet ab.

Das Unternehmen hatte bereits rote Zahlen im zweiten Quartal in Aussicht gestellt. Autobauer hatten ihre Fabriken rund um die Welt wochenlang gestoppt, weil auch die Autohändler im Lockdown schliessen mussten. Die Abrufe bei den Zulieferern wurden ebenfalls auf Eis gelegt. Im zweiten Quartal flossen im Konzern vor Akquisitionen und den Kosten für die Verselbstständigung der Antriebstechnik knapp 1,8 Milliarden Euro an freien Mitteln ab. Conti hatte zuletzt keine konkrete Jahresprognose mehr ausgegeben und bleibt zunächst auch dabei./men/he

(AWP)