Cosmo mit Verlust in H1 - Erwartet weiterhin höhere Kosten im Gesamtjahr

(Meldung um weitere Details ausgebaut) - Das an der Schweizer Börse kotierte Pharmaunternehmen Cosmo schaut auf ein gemischtes erstes Halbjahr 2017 zurück. Wie das Unternehmen am Freitag mitteilt, ist der Umsatz in den ersten sechs Monaten mit 31,8 Mio EUR gegenüber den 31,6 Mio aus dem Vorjahr kaum verändert. Unter dem Strich weist Cosmo wegen deutlich gestiegener Kosten für den Berichtszeitraum einen Verlust aus nach einem Gewinn im Vorjahr.
28.07.2017 08:56

So resultiert unter dem Strich ein Fehlbetrag von knapp 17,3 Mio EUR. Im ersten Halbjahr 2016 stand noch ein Gewinn von 5,6 Mio zu Buche. Auf Kostenseite meldet das Unternehmen einen deutlichen Anstieg. Die operativen Netto-Kosten beziffert das Unternehmen auf 36,1 Mio EUR gegenüber 19,4 Mio im Vorjahr. Davon stünden 13,4 Mio EUR in Verbindung mit dem Aufbau der der US-Verkaufs- und Marketingorganisation. Einen deutlichen Kostenanstieg hatte Cosmo bereits bei der Vorlage der Jahreszahlen 2016 angekündigt.

Gerade mit Blick auf die USA habe man in den ersten sechs Monaten aber weitere wichtige Fortschritte gemacht. Ziel ist es, die dortige Organisation weiter auszubauen, um Produkte in den USA zu kommerzialisieren. So habe Cosmo weiteres Personal mit fundierter Marketing- und Verkaufserfahrung eingestellt.

FINANZAUSGABEN WEGEN USD-CASHBESTÄNDEN

Darüber hinaus sei es zu Finanzausgaben von 11 Mio EUR im ersten Halbjahr gekommen, die einen unrealisierten Verlust von 9,9 Mio EUR auf die unternehmenseigenen US-Dollar-Cashbestände und Investment Bonds beinhalten, heisst es in der Mitteilung weiter.

Die Barmittel (und ähnliches) liegen zum Stichtag 30. Juni 2017 bei 136,3 Mio EUR nach 117,6 Mio EUR per Ende 2016.

"Wir verfügen über die nötige Liquidität, um den Aufbau in den USA fortzusetzen und kombiniert mit unserer starken Produktpipeline nachhaltig Wert für die Aktionäre zu schaffen," wird CEO Alessandro Della Chà in der Mitteilung zitiert.

ZULASSUNGSANTRÄGE LEICHT HINTER URSÜRÜNGLICHER ANKÜNDIGUNG

Was die Pipeline des Unternehmens betrifft, hebt Cosmo in der Mitteilung hervor, dass man mittlerweile für LuMeBlue bei der US-Gesundheitsbehörde einen Zulassungsantrag gestellt habe. Für Zemcolo sei dieser in Vorbereitung. Im März hiess es hierzu noch, der Antrag solle noch im ersten Halbjahr 2017 gestellt werden. Erste vorbereitende Marketing-Aktivitäten für LuMeBlue und Zemcolo haben man ebenfalls bereits gestartet.

Mit Blick auf den weiteren Geschäftsverlauf heisst es in der Mitteilung, man rechne damit, dass die Vertriebs- und allgemeinen Verwaltungskosten 2017 aufgrund erster vorbereitender Marketing-Aktivitäten von LuMeBlue und Zemcolo sowie dem Aufbau der US-Organisation deutlich steigen werden.

hr/ra

(AWP)