CS-Aktien profitieren im frühen Handel von Umbauplänen in der Schweiz

Die Aktien der Credit Suisse sind am Dienstagmorgen in einem freundlich tendierenden Gesamtmarkt gefragt. Die zweitgrösste Schweizer Bank hat ihre Pläne für den weiteren Umbau des Schweizer Geschäftes publik gemacht. Die damit verbundenen Kosteneinsparungen bzw. Restrukturierungskosten sind indes nicht neu, sondern Bestandteil des bereits Ende Juli angekündigten Gesamtprogramms, weshalb Analysten keine nachhaltig positive Kursreaktion erwarten.
25.08.2020 09:35

Credit Suisse gewinnen um 9.30 Uhr 1,3 Prozent auf 10,31 Franken und liegen damit an der Spitze der Schweizer Bluechips. Das entsprechende Barometer SMI liegt zur gleichen Zeit 0,2 Prozent im Plus.

Die Credit Suisse reagiert auf das zunehmend digitale Nutzungsverhalten ihrer Kunden und stellt ihr Schweizer Geschäft neu auf. So soll die Zahl der Filialen um rund einen Viertel auf noch 109 sinken. Mit am grössten ist der Abbau im Kanton Aargau. Dort wird die bisher eigenständig operierende Neue Aargauer Bank verschwinden und in die CS integriert. Im Gegenzug zum physischen Abbau sollen die digitalen Kanäle weiter gestärkt werden.

Insgesamt erachten Analysten in ihren ersten Kommentaren die Neuausrichtung als sinnvoll. Sie reflektiere die aktuellen Trends, heisst es beispielsweise bei der Bank Vontobel.

Die Neupositionierung soll ab 2022 wiederkehrende jährliche Kosteneinsparungen von brutto 100 Millionen Franken bringen und einmalig 75 Millionen kosten. Beides ist indes bereits im Ende Juli auf Ebene der Gesamtbank angekündigten Gesamtpaket beinhaltet, weshalb die Analysten die nachhaltig positiven Kursauwirkungen als relativ gering einschätzen.

Sowohl Vontobel wie auch die ZKB folgern denn auch, dass die Neuigkeiten keinen Einfluss auf ihre aktuellen Gewinnschätzungen oder die Einstufung der CS-Aktie haben.

gab/uh

(AWP)