Diagnostik-Spezialist Stratec erwartet mehr Umsatz - Aktie steigt

Der Diagnostik-Spezialist Stratec wird nach einem starken ersten Halbjahr zuversichtlicher für das Gesamtjahr. Die ohnehin hohe Wachstumsdynamik der ersten Monate des Jahres habe sich im zweiten Quartal nochmals leicht erhöht, teilte der Konzern am Mittwochabend bei der Vorlage vorläufiger Zahlen mit. Das Geschäft habe sich somit besser entwickelt als erwartet.
22.07.2021 10:52

An der Börse kamen die Nachrichten gut an: Die Aktie stieg am Donnerstag im frühen Handel um mehr als zwei Prozent. Mit einem Kurs von gut 119 Euro ist das Papier jedoch noch weit von seinem Rekordhoch von rund 145 Euro Anfang des Jahres entfernt. Nach dem guten Lauf hatte die Aktie kontinuierlich verloren, in diesem Jahr bislang steht ein Minus von knapp 3 Prozent zu Buche, zum Jahresende 2020 lag die Aktie bei gut 123 Euro.

Commerzbank-Analyst Oliver Metzger notierte, die Ergebnisse seien erneut besser ausgefallen als geschätzt. Dabei habe Stratec nicht nur von Produkten im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie profitiert, sondern auch von neuen Produkten. Das Unternehmen bleibe ein Gewinner der Pandemie. Die neue Umsatzprognose für 2021 nannte er "konservativ" und sieht noch Raum für weitere Erhöhungen.

Stratec rechnet jetzt für 2021 mit einem währungsbereinigten Umsatzwachstum von mindestens zwölf Prozent. Zuvor hatte das Unternehmen ein Wachstum mindestens im hohen einstelligen Prozentbereich auf dem Zettel. Die Prognose für die operative Marge bleibt den Angaben zufolge mit einer Spanne von 17,5 bis 18,5 Prozent hingegen unverändert. Trotz guter Zahlen verweist Stratec gleichzeitig auf die anhaltend hohe Volatilität bei den Bestellungen. Daher seien auch einige Bestellungen in der Prognose noch nicht berücksichtigt. Der Diagnostik-Spezialist hatte Ende April bereits schon einmal seine Prognose erhöht.

Der Umsatz verbesserte sich im ersten Halbjahr nach vorläufigen Zahlen auf knapp 156 Millionen Euro nach rund 119 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum, wie es weiter hiess. Währungsbereinigt war das ein Anstieg von 36 Prozent. Das bereinigte operative Ergebnis (Ebit) stieg in den ersten sechs Monaten um 87 Prozent auf gut 34 Millionen Euro. Neben den hohen Verkaufszahlen für corona-relevante Produktgruppen hätten auch neu eingeführte Produkte zum Umsatzwachstum beigetragen, hiess es. Die bereinigte operative Marge beträgt demnach 22,1 Prozent nach 15,4 Prozent im Vorjahreszeitraum. Den ausführlichen Halbjahresbericht will der Konzern am 6. August veröffentlichen./knd/ngu/stk/nas/knd

(AWP)