Enel startet erwartet schwach ins Jahr - Aktie am Eurostoxx-50-Ende

Italiens grösster Versorger Enel sieht sich trotz eines schwachen Jahresstarts auf Kurs zu seinen 2021er-Zielen. Demnach rechnet das Unternehmen für den Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) im laufenden Jahr weiter mit einem Anstieg auf 18,7 bis 19,3 (2020: 17,9) Milliarden Euro. An der Börse wurden die Zahlen und bestätigte Prognose mit Enttäuschung aufgenommen. Die im EuroStoxx 50 notierte Aktie büsste zwei Prozent ein und lag damit am Ende des Eurozonen-Leitindex.
07.05.2021 11:19

In den ersten drei Monaten des Jahres ging der operative Gewinn vor allem wegen eines schwachen Geschäfts in Spanien und den Folgen des starken Euro um 13 Prozent auf 4,1 Milliarden Euro zurück, wie aus einer am Donnerstagabend in Rom veröffentlichten Mitteilung des Unternehmens hervorgeht. Der Umsatz fiel um um 14 Prozent auf 17,1 Milliarden Euro.

Das Unternehmen selbst und Experten hatten mit einem Gewinnrückgang in dieser Grössenordnung gerechnet. Die Citigroup-Analysten verwiesen aber darauf, dass Enel im ersten Quartal von Einmaleffekten profitierte und das eigentliche Geschäft eher enttäuschte. Das Unternehmen brauche zudem eine neue Wachstumsstrategie und eine bessere Kommunikation, um das verloren gegangene Vertrauen der Investoren wiederherzustellen.

Die Enel-Anteile gehörten in den vergangenen Monaten zu den Verlierern am Aktienmarkt. Seit Ende 2020 verloren die Aktien des italienischen Versorgers rund zwei Prozent und zählen damit zu den wenigen Verlierern unter den europäischen Standardwerten./zb/mis/fba

(AWP)