Fresenius verhandelt mit US-Generikahersteller Akorn über Kauf

(Ausführliche Fassung) - Der Medizinkonzern Fresenius ist am US-Generikahersteller Akorn interessiert. Die Tochter Kabi befände sich in fortgeschrittenen Gesprächen über einen möglichen Erwerb, teilte Fresenius am späten Freitagabend mit. "Der Abschluss einer bindenden Zusammenschlussvereinbarung ist unter anderem von der Zustimmung des Vorstands und des Aufsichtsrats der Fresenius Management SE sowie des Board of Directors von Akorn abhängig", hiess es weiter. Zuvor hatte bereits die Nachrichtenagentur Bloomberg entsprechend berichtet.
07.04.2017 23:38

Ob und gegebenenfalls zu welchen Konditionen die Transaktion zustande komme, könne nicht garantiert werden, hiess es in der Pressemitteilung des deutschen Unternehmens weiter. Weitere Stellungnahmen werde es von den beteiligten Firmen bis zum Abschluss einer Zusammenschlussvereinbarung nicht geben, sofern dem nicht andere Gründe entgegenstünden.

ZIELOBJEKT VIER MILLIARDEN DOLLAR SCHWER

Der US-Konzern wird derzeit an der Börse nach dem kräftigen Kursanstieg vom Freitag nach Bekanntwerden der Agenturmeldung mit knapp vier Milliarden Dollar bewertet.

Fresenius-Finanzvorstand Stephan Sturm hatte Ende Februar auf einer Pressekonferenz gesagt, dass das Unternehmen "in den nächsten Jahren mit hohem Tempo weiter wachsen" wolle. Weitere gezielte Zukäufe seien möglich, zum Beispiel für die Krankenhaustochter Helios oder bei Kabi. Experten zufolge könnte Akorn die Flüssigmedizinsparte ergänzen. Die Dialyse-Tochter FMC hatte sich zuletzt in Australien durch eine kleinere Teil-Übernahme verstärkt. Im Februar schloss Fresenius zudem den Kauf des spanischen Krankenhausbetreibers Quirónsalud ab./he

(AWP)