Fuchs Petrolub rechnet mit weiteren Zuwächsen

(Ausführliche Fassung) - Der Schmierstoff-Hersteller Fuchs Petrolub rechnet nach einem Umsatzplus im vergangenen Jahr mit weiteren Zuwächsen. Auch beim operativen Ergebnis will das Unternehmen nach einer Stagnation wieder zulegen. Allerdings würden ungünstige Währungseffekte einen Teil des geplanten organischen Wachstums aufzehren, warnte Unternehmenschef Stefan Fuchs am Mittwoch bei Vorlage des Geschäftsberichts für 2017 in einem Brief an die Aktionäre. Zudem nagen hohe Investitionen am Ergebnis.
21.03.2018 08:42

Für 2018 peilt der im MDax notierte Konzern beim Umsatz ein Plus von 3 bis 6 Prozent an, wie Fuchs Petrolub in Mannheim mitteilte. Dazu beitragen sollen vor allem bessere Geschäfte in den Regionen Asien-Pazifik und Afrika. Mögliche Übernahmen seien noch nicht mit eingerechnet.

Beim operativen Ergebnis (Ebit) rechnen die Mannheimer mit einer Steigerung zwischen 2 und 4 Prozent. Investitionen in neue und bestehende Werke, neue Mitarbeiter und verstärkte Ausgaben für Forschung und Entwicklung führen den Angaben zufolge zu einer steigenden Kostenbasis. So will Fuchs Petrolub 140 Millionen Euro investieren, unter anderem an seinen chinesischen Standorten. Trotz der hohen Investitionen in seine Werke werde das Unternehmen freie Mittel in gleicher Höhe für Zukäufe haben, hiess es weiter.

Fuchs Petrolub hatte bereits im Februar Eckdaten mit den wichtigsten Kennziffern bekanntgegeben. 2017 legte der Umsatz um 9 Prozent auf knapp 2,5 Milliarden Euro zu. Das operative Ergebnis (Ebit) stagnierte jedoch praktisch bei 373 Millionen Euro. Während es für Fuchs Petrolub in Amerika sowie der Region Asien-Pazifik operativ besser lief, drückten Abschreibungen auf das Ergebnis in Europa. Zudem konnte Fuchs laut seinem Chef höhere Rohstoffpreise nur verzögert an die Kunden weitergeben.

Unter dem Strich verdiente Fuchs mit 269 Millionen Euro knapp 4 Prozent mehr, vor allem als Folge der US-Steuerreform. Die Aktionäre sollen eine Dividende je Vorzugsaktie von 0,91 Euro und je Stammaktie von 0,90 Euro erhalten, das sind jeweils 2 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.

Das Unternehmen, das knapp 5200 Mitarbeiter beschäftigt, hatte 2015 ein grosses Investitionsprogramm gestartet. Im Zeitraum 2016 bis 2018 will Fuchs in den Aus- und Neubau von Werken insgesamt 300 Millionen Euro stecken. Für den Schmierstoffhersteller ist vor allem die Autoindustrie ein interessanter Absatzmarkt, mit dem das Unternehmen rund 30 Prozent des Konzernumsatzes erzielt. Alleine in einem Auto befinden sich laut früheren Aussagen von Unternehmenschef Fuchs 30 verschiedene Fette, etwa für die Sitzeinstellung, das elektrische Schiebedach sowie für Bremsen und Airbags./mne/stw/das

(AWP)

 

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