Genfer Kantonalbank steigert den Gewinn leicht - Unveränderte Dividende

(Mit weiteren Angaben ergänzt) - Die Genfer Kantonalbank (BCGE) hat im Geschäftsjahr 2016 zwar einen Rückgang beim operativen Ergebnis hinnehmen müssen, konnte aber dennoch den Gewinn leicht auf einen neuen Rekord steigern. Auch im Volumen legt das Genfer Staatsinstitut weiter zu und gewährt den Aktionären eine mit 5,5% des Nennwerts zum Vorjahr stabile Ausschüttung. Auf dieser Grundlage werden 19,8 Mio CHF an die öffentlichen, institutionellen und privaten Aktionäre verteilt.
28.02.2017 09:58

Das Betriebsergebnis der BCGE sank im Berichtsjahr um knapp 15% auf 110,7 Mio CHF. Unter Ausklammerung eines positiven Einmaleffekts aus dem Vorjahr bewege sich das operative Ergebnis aber immer noch auf "solidem Niveau", hält die Bank in der Mitteilung vom Dienstag fest.

Gleichzeitig wies das Genfer Staatsinstitut mit 10 Mio CHF (VJ 30 Mio) deutlich weniger Geld den Reserven für allgemeine Bankrisiken zu. Unter dem Strich resultiert daher ein gegenüber dem Vorjahr 1,0% höherer Gewinn von 79,0 Mio. Gemessen an der Eigenkapitalrendite von 5,8% (VJ 6,0%) weise man im Branchenvergleich eine "sehr hohe" Profitabilität auf, heisst es weiter.

HÖHERE IT-INVESTITIONEN

Bei einem leicht höheren Geschäftsertrag von 349 Mio CHF (+0,6%) nahm der Geschäftsaufwand der Bank um 4,8% auf 222 Mio zu. Grund für die höheren Kosten seien Investitionen, welche man in die Digitalisierung und die IT-Sicherheit getätigt habe, so das Genfer Staatsinstitut weiter. Ausserdem habe der Beizug von Fachleuten für Regulierungsfragen den Personalaufwand ansteigen lassen.

Im Zinsengeschäft wuchs der Erfolg dank des Wachstums im Hypothekargeschäft brutto um 0,6% auf 211 Mio CHF und netto gar um 3,6% auf 206 Mio. Die Zinsmarge habe sich in einem nach wie vor von Negativzinsen geprägten Umfeld bei 1,02% (VJ 1,10%) etabliert.

Im Kommissionsgeschäft konnte die BCGE den Erfolg bei knapp 100 Mio halten. Unterstützung gab es vonseiten der positiven Entwicklung in der Vermögensverwaltung sowie von neuen Anlageprodukten. Dagegen würden die Kreditkommissionen weiterhin von den niedrigen Rohstoffpreisen belastet, hiess es.

WEITERES KREDITWACHSTUM

Die Bilanzsumme nahm per Jahresende um 6,9% auf 21,4 Mrd CHF zu. Dabei sieht sich die BCGE mit den rund 18'500 juristischen Personen im Kundenstamm als wichtigen Partner für die Genfer Wirtschaft.

Die an Unternehmen und öffentliche Körperschaften gewährten Kredite nahmen um 862 Mio auf 4,6 Mrd zu und die Hypothekarforderungen verzeichneten ein Wachstum von 400 Mio auf 10,4 Mrd. Insgesamt habe man somit zusätzliche Kredite in der Höhe von 1,26 Mrd an Unternehmen vergeben, heisst es. Die Kundeneinlagen stiegen derweil um 3,9% auf 13,2 Mrd. Der Deckungsgrad der Hypothekarkredite durch Einlagen liege somit bei soliden 128%.

Per Ende 2016 verwaltete die BCGE Vermögen (AuM) im Umfang von 23,1 Mrd - ein Anstieg um 6%. Einer guten Nachfrage erfreue sich dabei das Fondsangebot BCGE Synchrony mit einem Fondsvermögen von aktuell knapp 2 Mrd. Und die Online-Börsenplattform der Bank habe die Teilnehmerzahl um einen Fünftel auf gut 7'000 Anleger steigern können.

VORSICHTIG IM AUSBLICK

Im laufenden Jahr 2017 will die Genfer Kantonalbank das Rentabilitätsniveau aus dem vergangenen Jahr verteidigen und strebt ein solches auf ähnlichem Niveau an. Dabei werde man trotz unsicherem Finanzumfeld die Geschäftsexpansion weiter vorantreiben. Allerdings dürften die anhaltend negativen Zinsen auf die Zinsmarge drücken, und die zu erwartende starke Marktvolatilität dürfte sich auf die Kommissionserträge auswirken.

An der Börse geben die Aktien der BCGE bis um 09.15 Uhr in einem etwas fester tendieren Gesamtmarkt um 0,2% auf 150,30 CHF leicht nach.

mk/ys

(AWP)