Givaudan-Aktie nach Wachstumsbeschleunigung gefragt

Für die Aktien von Givaudan geht es nach erfreulichen Geschäftszahlen aufwärts. Der Aromen- und Riechstoffhersteller hat in den ersten neun Monaten weiter zugelegt. Insbesondere die Wachstumsbeschleunigung im dritten Quartal hat positiv überrascht.
10.10.2017 09:40

Gegen 9.20 klettern die Titel um 3,2% auf 2'158 CHF und sind damit Spitzenreiter unter den Blue Chips. Bereits in den ersten Handelsminuten wurde rund die Hälfte des durchschnittlichen Tagesvolumens erreicht. Der Leitindex SMI steht derweil mit 0,07% nur leicht im Plus.

Dass die Genfer zwischen Juli und September den Umsatz organisch um 5,7% steigerten, wird von Analysten als beeindruckend bezeichnet. Gut kommt dabei vor allem das organische Umsatzplus von 6,2% im Riechstoffgeschäft an. Letzteres weist eine überdurchschnittlich hohe Marge auf. Doch auch im Geschäft mit Aromen steigerte Givaudan den Umsatz im dritten Quartal aus eigener Kraft um 5,2%. Interessant sei, dass die vom Unternehmen als Wachstumsmärkte bezeichneten Regionen und Produktkategorien in den ersten neun Monaten dieses Jahres um einiges schlechter abschnitten als die gesättigten Märkte und Produktkategorien, so heisst es.

Vontobel-Experte Jean-Philippe Bertschy ergänzt, dass zudem die Projektpipeline und neue Geschäftsabschlüsse auf einem hohen Niveau geblieben seien. Zudem habe Givaudan Preissteigerungen durch höhere Rohstoffkosten erfolgreich an die Kunden weitergegeben. Auch die Akquisitionen von Spicetec und Activ International hätten einen höheren Beitrag geleistet als von ihm erwartet. Im vierten Quartal sehe sich Givaudan zudem nochmals einfacheren Vergleichszahlen gegenüber, daher werde er seine Schätzungen erhöhen.

Auch für die UBS kam die Wachstumsbeschleunigung im dritten Quartal überraschend. Zudem hebt Patrick Rafaisz wie sein Vontobel-Kollege die Preissteigerungen hervor. Dies könne ein positives Zeichen mit Blick auf die Profitabilität der zweiten Jahreshälfte sein - allerdings stehe dem ein Rückgang der Bruttomargen im ersten Halbjahr um 120 Basispunkte gegenüber.

dm/rw

(AWP)