Gute Geschäfte in Europa und Asien treiben Brenntag-Gewinn

(Ausführliche Fassung) - Dank einer starken Nachfrage in Europa und Asien hat der Chemikalienhändler Brenntag im zweiten Quartal mehr verdient. Auch die Geschäfte in Nordamerika liefen deutlich besser, allerdings zehrten dort die ungünstigen Wechselkurs aufgrund des starken Euro die Zuwächse fast komplett auf.
08.08.2018 08:42

"Zusammen mit dem ersten Quartal hatten wir ein gutes erstes Halbjahr 2018 - mit einem organischen Wachstum, das das Vorjahr deutlich übertrifft", sagte Unternehmenschef Steven Holland am Mittwoch bei Vorlage der Quartalszahlen in Essen.

Das Jahresziel konkretisierte das im MDax notierte Unternehmen und peilt beim bereinigten Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) zwischen 870 und 900 Millionen Euro an. Damit will Brenntag 2018 im Tagesgeschäft vier bis knapp acht Prozent mehr verdienen als im Vorjahr. Dazu beitragen sollen alle Regionen, aber auch Sparprogramme. Bislang war das Unternehmen lediglich von einer Gewinnsteigerung ausgegangen.

Im zweiten Quartal legte das um Sonderposten bereinigte operative Ergebnis (operatives Ebitda) im Jahresvergleich um 4,8 Prozent auf 231,3 Millionen Euro zu. Der auf die Aktionäre entfallende Überschuss stieg um gut zehn Prozent auf 117,8 Millionen Euro. Der Umsatz kletterte auch dank der jüngsten Zukäufe um sieben Prozent auf 3,2 Milliarden Euro. Klammert man die Wechselkurse aus, dann wäre dies ein Plus von zwölf Prozent.

Zulegen konnte der Konzern in allen Regionen. Den Löwenanteil seines Umsatzes erwirtschaftet Brenntag weiterhin in Europa, dem Nahen Osten und Afrika. Mit den Quartalszahlen lag Brenntag leicht über den Erwartungen der Analysten. Weltweit beschäftigte Brenntag knapp 16 000 Mitarbeiter. Grösster Konkurrent ist die US-Firma Univar aus Redmond im Bundesstaat Washington./mne/nas/she

(AWP)