Helvetia platziert 3,4 Mio Aktien für teilweise Finanzierung von Caser-Übernahme

(Ergänzt um letzten Abschnitt zu Preisindikation und Nachfrage.) - Der Versicherer Helvetia platziert im Rahmen eines beschleunigten Bookbuilding-Verfahrens bis zu 3,4 Millionen neue Namenaktien am Markt. Die Mittel sollen zur teilweisen Finanzierung der im vergangenen Januar angekündigten Übernahme des spanischen Versicherers Caser dienen.
17.06.2020 20:20

Die neuen Aktien entsprechen bis zu 6,8 Prozent des gegenwärtig ausgegebenen Aktienkapitals von Helvetia, wie einer Mitteilung des Versicherers vom Mittwochabend zu entnehmen ist. Sie würden über eine private Aktienplatzierung ausschliesslich professionellen Anlegern in der Schweiz sowie qualifizierten Anlegern ausserhalb der Schweiz und den USA angeboten werden, heisst es.

Der Angebotspreis sowie die Anzahl der neuen Aktien sollen nach Abschluss des Bookbuilding-Verfahrens vor Marktöffnung "am oder um den" (morgigen) Donnerstag bekannt gegeben werden. Die neuen Aktien würden voraussichtlich ab oder um dem 22. Juni 2020 an der Schweizer Börse SIX kotiert und zum Handel zugelassen, heisst es weiter. Sie würden gleichrangig mit den bestehenden Aktien sein.

Die Patria Genossenschaft als Ankeraktionärin von Helvetia habe sich verpflichtet, neue Aktien zum Angebotspreis entsprechend ihrer aktuellen Beteiligung von 34,09 Prozent an Helvetia zu erwerben, heisst es weiter. Hinsichtlich Aktienplatzierung hätten sowohl Helvetia als auch die Patria Genossenschaft nach der Kotierung der neuen Aktien einer 120-tägigen Sperrfrist zugestimmt, die gewissen Ausnahmen unterstehe.

Helvetia hatte im Januar bekanntgegeben, eine Mehrheitsbeteiligung von rund 70 Prozent am spanischen Versicherer Caser für rund 780 Millionen Euro zu erwarben. Mittlerweile hat das Schweizer Unternehmen auch die dafür nötigen regulatorischen Bewilligungen erhalten.

Die Übernahme soll nun teilweise mit dem Nettoerlös der Aktienplatzierung finanziert werden. Wie bereits mitgeteilt, will Helvetia für den verbleibenden Teil des Kaufpreises der Übernahme zu einem späteren Zeitpunkt eine Hybridanleihe begeben.

Wie am Mittwochabend aus Bankenkreisen bekannt wurde, übertraf die Nachfrage der Investoren das Angebot. Der Preis pro Aktie dürfte laut den Informationen bei 90 bis 91 Franken zu liegen kommen, was einem Gesamterlös von 306 bis 309 Millionen Franken entsprechen würde. Die Helvetia-Aktie hatte am Mittwoch an der Schweizer Börse SIX bei 93,10 Franken geschlossen.

tp/jb

(AWP)