Hotel-Plattformen gewinnen in der Schweiz an Bedeutung

Online-Buchungsportale wie Booking.com oder Expedia gewinnen in der Schweizer Hotellerie weiter an Bedeutung. Sie eröffnen den Hotels einen Zugang zum weltweiten Tourismusmarkt, kosten aber auch viel Geld, wie eine am Mittwoch veröffentlichte Studie der Fachhochschule Westschweiz Wallis zeigt.
17.04.2019 21:54

Im vergangenen Jahr haben die Hotels hierzulande geschätzt insgesamt 169 Millionen Franken an Kommissionszahlungen an die Plattformen überwiesen. Das sind rund 20 Millionen mehr als im Jahr davor, heisst es in der Mitteilung weiter. Ein einzelnes Hotel bezahlt im Durchschnitt rund 61'000 Franken im Jahr.

Die Buchungsportale haben von den wachsenden Beherbergungszahlen aber auch vom leicht höheren Marktanteil profitiert, so die Studie weiter. Im Jahr 2018 seien 28 Prozent der Logiernächte in der Schweiz über solche Plattformen gebucht worden nach 27,7 Prozent davor. Das grosse Wachstum habe im Jahr 2016 stattgefunden.

Unter den Plattformen selber geben die Booking Holding, Expedia und HRS den Ton an. Sie bestreiten 94 Prozent des Umsatzes auf dem Markt der Online-Reiseplattformen. Dabei habe Expedia Marktanteile gewonnen und Booking.com solche verloren. Die Booking Holding bleibt aber mit einem Marktanteil von 71,3 Prozent weiterhin der dominante Akteur.

Im Rahmen der Studie hat die Walliser Fachhochschule in den Monaten Januar und Februar 261 Hotels befragt. Über vier Fünftel von ihnen haben das Gefühl einer Abhängigkeit von den Booking.com und 60 Prozent glauben nicht, dass die Rankings auf den Plattformen transparent genug zustande kommen.

mk/

(AWP)