Johnson&Johnson: Kein Kommentar zu Actelion - Diabetes-Geschäft auf Prüfstand

(Meldung ausgebaut und mit Länderverknüpfung Schweiz ergänzt) - Der amerikanische Pharma- und Konsumgüterkonzern Johnson&Johnson hat sich anlässlich der Zahlenvorlage am Dienstag zu den Gesprächen mit Actelion nicht geäussert. Kurz vor Weihnachten hatten Actelion und J&J erklärt, in exklusiven strategischen Gesprächen über einen Deal zu sein. Gemäss Insidern ist Johnson&Johnson bereit, 28 Mrd USD für Europas grösstes Biotech-Unternehmen zu bezahlen.
24.01.2017 16:34

Es ist bereits der zweite Anlauf, den J&J zur Übernahme von Actelion unternimmt: Nach einer ersten Verhandlungsrunde ohne Einigung hatte sich der Konzern zurückgezogen, vorübergehend trat der französische Rivale Sanofi als Kaufinteressent für Europas grösste Biotechfirma auf den Plan. Ende Dezember wurde bekannt, dass J&J bei einer Übernahme von Actelion eine Aufspaltung des Unternehmens erwägt.

Unterdessen kündigte Johnson&Johnson an, sein Diabetes-Geschäft auf den Prüfstand zu stellen. Das Unternehmen spiele strategische Optionen in dem Bereich durch, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Das betreffe vor allem die Tochter LifeScan mit Blutzucker-Messsystemen, Animas - ein Hersteller von Insulinpumpen - sowie Calibra Medical, die Medizinprodukte für Diabetiker herstellt. Zu den Optionen gehörten Partnerschaften bis hin zu einem Verkauf.

WACHSTUM DANK NEUEN PRODUKTEN

Im vierten Quartal steigerte J&J unterdessen den Umsatz dank neuer Produkte um 1,7% auf 18,11 Mrd USD. De Reingewinn des Herstellers von Dolormin-Schmerzmitteln und Penaten-Kinderhautpflegeprodukten wuchs sogar um 18% auf 3,81 Mrd USD.

Analysten hatten mehr erwartet, das Unternehmen wurde jedoch vom gestiegenen Dollar und einer nachlassenden Nachfrage nach Medizinprodukten gebremst. Die Diabetes-Sparte von J&J gehört zur Medizinprodukte-Sparte des Konzerns. Im vergangen Quartal stand die Diabetes-Sparte für 2,5% der Gesamtumsätze.

ys/cp

(AWP)