Lidl Schweiz erhöht Mindestlohn und die Gesamtlohnsumme

(Meldung mit Angaben zu Mindestlöhnen bei Konkurrenzfirmen ergänzt) - Der Discounter Lidl hat in der Schweiz den Mindestlohn für seine Angestellten erhöht. Nach den Lohngesprächen mit den Sozialpartnern Syna und dem Kaufmännischen Verband Schweiz habe Lidl eine Erhöhung des Mindestlohnes um 6,2 Prozent beschlossen, teilte das Unternehmen am Sonntagmorgen mit.
07.02.2021 14:51

Der Mindestlohn für ungelernte Mitarbeitende beträgt bei Lidl neu 4'360 Franken (mal 13), was 24,50 Franken pro Stunde entspreche. Dies bei einer 41-Stundenwoche. Die Gesamtlohnsumme erhöht Lidl um 1,5 Prozent, wobei je Mitarbeitenden eine generelle Lohnerhöhung in Höhe von 0,5 Prozent gewährt wird.

Im GAV hat Lidl zudem für Mitarbeitende mit 2-jähriger Lehre den Mindestlohn bei 4'400 Franken nach bislang 4'200 Franken festgeschrieben. Und Angestellte mit 3-jähriger Lehre werden neu mindestens 4'500 Franken erhalten, statt wie bis anhin 4'350 Franken.

Mit den getroffenen Massnahmen will Lidl Schweiz laut Mitteilung den Mitarbeitenden für den Einsatz während der Coronakrise danken. Dafür hatte Lidl im vergangenen Jahr bereits Sonderprämien in Höhe von über 2 Millionen Franken ausgeschüttet.

Höhere Löhne auch bei Aldi

Bereits vergangenen November kündigte der Discounter Aldi Suisse an, den Mindestlohn ab Anfang 2021 auf 4'440 Franken von bisher 4'387 Franken zu erhöhen. Dieser Wert gilt für 42-Stunden Arbeit pro Woche. Für die Gesamtlohnsumme plant Aldi keine Erhöhung.

Damit übertreffen sowohl Aldi als auch Lidl mit den Mindestlöhnen jene bei Coop oder der Migros. Zum Vergleich: Bei Coop beträgt der Mindestlohn für einen 20-Jährigen mit Vollanstellung seit Anfang Jahr. Bei Migros beträgt der monatliche Mindestlohn 3900 Franken. Bei beiden Firmen gilt die 41-Stunden-Woche.

mk/

(AWP)