Montana Tech-Tochter Varta bekommt mit Kapitalerhöhung Geld für Kapazitätsausbau

(Ausführliche Fassung) - Der Batteriehersteller Varta hat seine angekündigte Kapitalerhöhung zur Erweiterung seiner Produktionskapazitäten wie geplant vor Handelsbeginn am Donnerstag abgeschlossen. Insgesamt wurden rund 2,2 Millionen Aktien zu einem Preis von 46,70 Euro je Titel mit einem Bruttoerlös von rund 104 Millionen Euro platziert, teilte die im SDax kotierte Montana Tech-Tochter am Donnerstag mit.
13.06.2019 08:51

Durch die nun erfolgte Kapitalerhöhung sollen die Produktionskapazitäten bei den Lithium-Ionen-Batterien erweitert werden. Varta-Vorstandschef Herbert Schein erachtet die Kapitalerhöhung als Bestätigung, den "profitablen Wachstumskurs des Unternehmens fortzusetzen". Die Kapitalerhöhung sei auf starkes Interesse internationaler Investoren gestossen, ergänzte Finanzvorstand Steffen Munz. Auf der Handelsplattform Tradegate lagen die Varta-Papiere rund ein Prozent im Plus gegenüber dem Xetra-Schlusskurs des Vortages.

Bereits Anfang des Monats hatte Varta wegen des stetig wachsenden Auftragsbestands für Lithium-Ionen-Batterien eine Kapazitätserweiterung und zusätzliche Investitionen von 100 Millionen Euro angekündigt. Vom Jahr 2020 zum Jahr 2021 soll die Produktion bei den Lithium-Ionen-Batterien den Angaben zufolge von über 80 Millionen Zellen auf deutlich über 100 Millionen Zellen pro Jahr gesteigert werden. Varta ist seit seinem Börsengang im Oktober 2017 stark gewachsen und hatte erst kürzlich seine Prognose für das laufende Geschäftsjahr erhöht.

Diesen Monat soll zudem mit dem Verpackungsspezialist Aluflexpack eine weitere Montana-Tech-Tochter an die Börse gebracht werden. Als bisheriger Alleinbesitzer von Aluflexpack will Montana Tech auch nach dem Gang an die Schweizer Börse Mehrheitsaktionär bleiben. Und der Mehrheitsanteil soll wie auch bei der 2017 an die Börse gebrachten Varta langfristig gehalten werden, wie Montana Tech Anfang Juni mitteilte.

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(AWP)