Munich Re hat Ärger mit Aktionären um Vorstandsvergütung

Die Munich Re hat Ärger mit ihren Aktionären um die Vorstandsgehälter. Dabei geht es nicht um die Höhe der Bezüge, sondern um die Offenlegung der Zielvorgaben, die für die Höhe der Boni entscheidend sind. Auf Vorschlag von Stimmrechtsberatern stimmten am Mittwoch bei der Hauptversammlung die Eigentümer von 65 Prozent der anwesenden Aktien gegen den Vorschlag von Aufsichtsrat und Vorstand, das bisherige System ohne Offenlegung fortzusetzen. Aufsichtsrat Bernd Pischetsrieder reagierte verärgert, weil die Stimmrechtsberater vorher nicht das Wort ergriffen hatten. "Eigentlich halte ich das für eine Missachtung des Gremiums", sagte der frühere BMW -Chef.
26.04.2017 16:04

Gesetzlich verpflichtet zur Offenlegung ist das Unternehmen nicht. Aufsichtsrat und Vorstand wollen die Zielvorgaben für die zehn Vorstandsmitglieder nicht publik machen, weil das der Konkurrenz Aufschluss über die Pläne des weltgrössten Rückversicherers geben könnte. Pischetsrieder hatte vorsichtshalber schon vor der Abstimmung angekündigt, mit den Stimmrechtsberatern über eine Änderung verhandeln zu wollen./cho/DP/tos

(AWP)