Norma: Aufsichtsratsvorsitzender Wolf nicht wiedergewählt

Der bisherige Aufsichtsratsvorsitzende der Norma Group ist wegen des Vorwurfs einer Ämterhäufung nicht wieder in das Gremium gewählt worden. Der Vorschlag des Aufsichtsrats, den langjährigen Vorsitzenden Stefan Wolf wiederzuwählen, habe keine Mehrheit in der Hauptversammlung gefunden, teilte der Verbindungstechnikspezialist am Donnerstag in Maintal mit. Das Abstimmungsergebnis habe bei 49,59 Prozent zu 50,41 Prozent gelegen.
17.05.2018 14:44

Einflussreiche Aktionärsberater, sogenannte "Proxy Advisors", hatten sich gegen die Wiederwahl ausgesprochen. Sie kritisierten vor allem, dass Wolf zu viele Ämter habe. Dies führe zu einer zu hohen Arbeitsbelastung. Wolf ist hauptberuflich Vorstandsvorsitzender des Autozulieferers ElringKlinger . Er ist auch regelmässig Verhandlungsführer der Arbeitgeber bei den Tarifrunden in der südwestdeutschen Metall- und Elektroindustrie. Zudem ist er Aufsichtsrat des Industrieunternehmens Allgaier.

Eine Norma-Sprecherin verwies jedoch auf die erfolgreiche Arbeit von Wolf. Es sei zudem zu keinen Compliance-Fällen gekommen.

In den Aufsichtsrat gewählt wurden hingegen Lars Magnus Berg, Rita Forst, Günter Hauptmann, Knut J. Michelberger und Erika Schulte. Der Aufsichtsrat werde aus seiner Mitte einen neuen Aufsichtsratsvorsitzenden wählen, so das Unternehmen.

Aktien von Norma stiegen am Donnerstag auf den höchsten Stand ihrer siebenjährigen Börsengeschichte. In der Spitze legte der Kurs um 1,2 Prozent auf 69,35 Euro zu, angetrieben noch immer von einer höheren Umsatzprognose für 2018 von Anfang vergangener Woche./jsl/jkr/jha/

(AWP)

 
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