Norwegischer Staatsfonds setzt Kohlefirmen auf schwarze Liste

Der norwegische Pensionsfonds, der grösste Staatsfonds der Welt, zieht sich aus weiteren Unternehmen zurück, die ihr Geld mit Kohle verdienen. Zehn Firmen vor allem aus den USA und Asien seien auf die schwarze Liste gesetzt worden, teilte die norwegische Zentralbank am Dienstag mit.
07.03.2017 15:55

Damit sind dem Fonds künftig Geschäfte mit 69 Unternehmen aus der Kohlewirtschaft untersagt.

Nach einem Parlamentsbeschluss vom Juni 2015 darf der Fonds, der umgerechnet 854 Mrd EUR verwaltet, nicht mehr in Energie- oder Bergbauunternehmen investieren, die mehr als 30% ihres Umsatzes oder ihres Geschäfts mit Kohle machen.

Der norwegische Staatsfonds speist sich aus den Einnahmen der Ölförderung. Die Leitlinien des Pensionsfonds verbieten auch Investitionen in Unternehmen, die schwere Menschenrechtsverletzungen begehen, Kinderarbeit ausnutzen, "besonders inhumane" Waffen fertigen oder Tabakprodukte herstellen.

(AWP)