Im Umgang mit neuen technologischen Entwicklungen wie Open Banking, sprich die Öffnung der Kundenschnittstelle, ist eine knappe Mehrheit der befragten Fintech-Unternehmen (54%) sowie viele Banken (44%) überzeugt, dass sich ein Kooperationsmodell durchsetzen wird.

Als eher unwahrscheinliches Szenario bezeichnen beide Branchen ein Modell, dass Produkte und Dienstleistungen von Banken angeboten werden, der Vertrieb aber von sogenannten Bigtechs wie Apple oder Amazon übernommen wird. Laut Studie biete dieses Modell zwar den Vorteil geringer Vertriebskosten, berge aber das Verlustrisiko von Markensichtbarkeit und Kundenzugang. Dieses Zukunftsszenario wird daher gemäss Capgemini von etwas weniger als der Hälfte der Fintechs (48%) und von nur 29% aller befragten Banken als wahrscheinlich gesehen.

Der Zukauf von Fintech-Know-How wird jedoch nur von wenigen Banken (4,3%) in Betracht gezogen. Die Studienergebnisse zeigen zudem, dass die Programmierschnittstellen (Application Programming Interfaces - API) den Finanzinstituten ermöglichen, von Innovationen zu profitieren und dabei die eigene IT-Infrastruktur anzupassen.

"APIs machen Innovationen wie auch positive Kundenerfahrungen einfacher, indem sie das Wissen von Banken und Fintech zusammenbringen", lässt sich Tobias Wolf, Leiter Banking bei Capgemini, in der Mitteilung zitieren. Damit alle Beteiligten von Open Banking profitieren können, seien aber einheitliche Governance und Technologie-Standards zu definieren, resümiert Wolf.

Die Befunde der Studie basieren auf einer Umfrage sowie Interviews mit Führungskräften aus 126 Banken sowie Fintechs.

sta/cp

(AWP)