Phamazulieferer - Lonza steigert Gewinn und treibt Verkauf des Chemiegeschäfts voran

Lonza ist im Geschäftsjahr 2020 dank seinen Aktivitäten als Pharmazulieferer erneut gewachsen. Bei den Chemieprodukten harzten hingegen einige Bereiche. Das Chemiegeschäft soll aber schon bald verkauft werden.
27.01.2021 08:38
Pierre-Alain Ruffieux ist CEO von Lonza.
Pierre-Alain Ruffieux ist CEO von Lonza.
Bild: ZVG

Lonza steigerte den Umsatz trotz unvorteilhafter Währungseffekte um 3,2 Prozent auf 6,19 Milliarden Franken. Davon blieben 1,76 Milliarden Franken als "Kern-Betriebsgewinn" EBITDA. Das sind 6,1 Prozent mehr als im Vorjahr. Die entsprechende Marge stieg um einen Prozentpunkt auf 28,4 Prozent.

Unter dem Strich stand ein Reingewinn von 871 Millionen Franken zu Buche, wie Lonza am Mittwoch mitteilte. Das sind satte 35 Prozent mehr als im Vorjahr. Daraus sollen die Aktionäre eine Dividende von 3 Franken je Aktie erhalten, 25 Rappen mehr als im Vorjahr.

Glanzstück Pharma

Das Glanzstück bei Lonza ist und bleibt das Pharmageschäft. In diesem Bereich kletterten die Verkäufe um 7,3 Prozent auf 4,51 Milliarden Franken und der Betriebsgewinn "Kern-EBITDA" um 4,7 Prozent auf 1,41 Milliarden. Die Marge lag bei hohen 32,1 Prozent.

Das Segment habe sich als "widerstandsfähig" gegenüber den Auswirkungen der Pandemie erwiesen, erklärte Lonza. Das Unternehmen stellt unter anderem im Auftrag von Pharmakonzernen Wirkstoffe für Medikamente her - oder für die Impfung der US-Firma Moderna. Mit dem beabsichtigten Verkauf des Chemiegeschäfts wird sich Lonza fortan nur noch auf den Pharmabereich konzentrieren.

Chemie wird bald verkauft

Das in der Sparte "Specialty Ingredients" zusammengefasste Chemiegeschäft wird laut Lonza wohl noch im ersten Quartal 2021 verkauft. Das Geschäft mit Spezialchemikalien hatte Lonza letzten Sommer ins Schaufenster gestellt - nun habe man eine engere Auswahl von Bietern ermittelt.

Im genannten Segment gingen die Verkäufe um 2,1 Prozent auf 1,68 Milliarden Franken zurück, während der operative Gewinn um 12,6 Prozent auf 322 Millionen zunahm. Die entsprechend Marge lag bei 19,2 Prozent.

Gut liefen laut Lonza in Coronazeiten die Desinfektionsmittel. Die eher konjunkturabhängigen Geschäfte wie Elektronik und Automobil spürten hingegen etwas Gegenwind.

"Neue" Lonza

Nach dem Verkauf des Chemiegeschäfts will Lonza noch deutlich profitabler werden. Die "neue" Lonza soll ohne Chemiesparte deutlich schneller wachsen und mehr Gewinn abwerfen als die bisherige Firma.

In Zahlen ausgedrückt peilt das Unternehmen bis 2023 ein zweistelliges Umsatzwachstum an und die Betriebsgewinnmarge soll auf 33 bis 35 Prozent steigen. Auf dem Weg dorthin stellt Lonza für das Jahr 2021 ein Umsatzwachstum zu konstanten Wechselkursen im tiefen zweistelligen Prozentbereich in Aussicht.

Allerdings gibt es noch einen Disclaimer: Alle Prognosen seien vor dem Hintergrund der weltweit unsicheren Lage "mit besonderer Vorsicht" zu geniessen, schreib Lonza.

(AWP)

 
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