Post GV: Bund als Hauptaktionär entlastet Verwaltungsrat mit Ausnahmen

An der Generalversammlung der Schweizerischen Post hat der Bund am (gestrigen) Dienstag als alleiniger Aktionär alle Anträgen des Verwaltungsrates genehmigt. So wurde etwa die Konzern- und Jahresrechnung 2018 genehmigt. Dem Verwaltungsrat wurde die Entlastung erteilt, aber wie im Vorjahr mit Ausnahme der Vorfälle im Zusammenhang mit den Subventionsbezügen der PostAuto-Gesellschaften.
17.04.2019 15:20

Weiter hat der Bund Nadja Lang und Bernadette Koch sowie Philippe Milliet, Michel Gobet, Peter Hug und Ronny Kaufmann für eine zweijährige Amtsdauer bestätigt, wie die Post am Mittwoch mitteilte. Marco Durrer und Myriam Meyer stellen sich nicht zur Wiederwahl. Der Nachfolgeprozess für die beiden laufe seit Anfang Jahr, hiess es in der Mitteilung.

Verwaltungsstrafverfahren Postauto

Im Strafverfahren gegen die Tochter PostAuto sieht der Post-Konzern noch Klärungsbedarf, heisst es weiter. Der Verwaltungsrat habe den Bund über den Stand allfälliger Verantwortlichkeitsklagen informiert. Für einen abschliessenden Entscheid würden allerdings bis heute wesentliche Elemente fehlen, wie etwa die Möglichkeit zur Akteneinsicht im Verwaltungsstrafverfahren oder die Befragung der involvierten Personen. Der Verwaltungsrat will die weiteren Entwicklungen im Verwaltungsstrafverfahren berücksichtigen.

Hintergrund ist hier das Verfahren des Bundesamt für Polizei (Fedpol) zu den Subventionstricksereien bei Postauto. Dieses richtet sich unter anderem auch gegen den früheren Finanzchef des Post-Konzerns, Pascal Koradi.

yr/ra

(AWP)