Presse: Novartis-Planungen beim Medikament Ilaris durch Studie mit Fragezeichen

Die Planungen des Pharmakonzerns Novartis beim Medikament Ilaris könnten durch eine Studie durcheinander geraten, schreibt der Tagesanzeiger (TA, Ausgabe 22.07.). Das Mittel mit Orhan-Drug-Status ist seit vergangenen September bei der Behandlung von TRAPS, HIDS/MKD und des familiären Mittelmeerfiebers (FMF) zugelassen. Laut Novartis ist der Iliaris-Wirkstoff laut der CANTOS-Studie der erste, der zeigen konnte, dass ein selektiver Eingriff in das Entzündungsgeschehen das kardiovaskuläre Risiko senken könne.
23.07.2017 16:14

Laut einer Studie zeige das Mittel in einem anderen Bereich ein potenzielles Einsatzgebiet mit Aussicht auf einen Blockbustereffekt, schreibt die Zeitung. Das Problem sei jedoch der Preis, der, sollte man an der Höhe für die bestehende Indikation festhalten, im Bereich Kardiologie aufgrund des Wettbewerbs nicht gehalten werden könne.

Ein Behandlungspreis von 64'000 USD im Dreimonatsrythmus sei hier nicht durchsetzbar. Im Kardiologiebereich liege der Preis für ein entsprechendes Mittel rund 90% darunter, heisst es weiter. Das bedeute, dass das Mittel entweder unter einen anderen Namen zu einem anderen Preis vertrieben werden könne, wie etwa in der Schweiz möglich. Sollten sich die positiven Wirkungen bei Herzinfarktpatienten bestätigen, könnte sich aber etwa in den USA Druck ergeben, das Mittel zu einem geringeren Preis anzubieten.

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(AWP)