Presse: Schuhfirma On will an die Börse

Die Zürcher Schuhfirma On, an der Roger Federer beteiligt ist, plant den Gang an die Börse. Dies bestätigten mehrere aus dem Umfeld von On gegenüber der "NZZ am Sonntag" (Ausgabe vom 12.07.). Ins Bild passt, dass On derzeit eine Stelle für einen Finanzspezialisten mit IFRS-Kenntnissen ausgeschrieben hat. Die Firma selber äusserte sich gegenüber der Zeitung nicht zu den Recherchen.
12.07.2020 10:57

Als möglicher Termin für den Börsengang gilt Sommer oder Herbst 2021. Der Zeitpunkt wäre ideal, wie Andreas Neumann, Leiter Aktienmarkt bei der ZKB sagt. "Gerade Unternehmen aus der Software- und Gaming-, aber auch der Konsumgüter- und Immobilienbranche sind aufgrund ihrer stabilen Geschäftsmodelle derzeit sehr beliebt."

Es zeichnet sich ein grosser Börsengang ab. Mit den jüngsten Informationen aus dem Handelsregister als Berechnungsgrundlage sei On fast 2 Milliarden Franken wert, heisst es im Bericht dazu. Im Februar führte On eine Kapitalerhöhung durch. Eine Aktie kostete damals 8'884 Franken. Im Umlauf sind gut 217'000 Stück.

Die astronomische Summe von 2 Milliarden widerspiegelt laut Experten den aktuellen Substanzwert der Firma jedoch nicht. Rechtfertigen liesse sie sich nur mit enormen Wachstumsplänen. Weil sich das Unternehmen bisher privat finanziert hat, sind nur wenige Zahlen bekannt. Bestätigt ist: Seit 2014 schreibt On schwarze Zahlen.

Bekannt sind aber die Wachstumsambitionen von On. Bis Ende Jahr soll die Anzahl Mitarbeiter von heute 560 auf 700 wachsen. Aktuell seien 44 Stellen in sieben Ländern ausgeschrieben, so der Bericht.

Der Börsengang könnte On noch bekannter machen. Die Firma gehört zurzeit den drei Gründern sowie privaten Investoren. Einer von ihnen ist Roger Federer. Der Tennisstar hat im letzten Herbst seinen Einstieg bei On bekanntgegeben. Seither ist er als Werbebotschafter für On unterwegs.

Anfang Woche lancierten On und Federer ein neues Modell. Die schneeweissen Schuhe - "The Roger" genannt - kamen in einer limitierten Stückzahl von 1'000 Paaren auf den Markt. Wer eines zum stolzen Preis von 310 Franken erwerben wollte, musste zuvor auf der Website von On an einer Verlosung teilnehmen.

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(AWP)