Roche erleidet Rückschlag - Phase-III-Studie zu Lampalizumab verfehlt Endpunkt

(Mit Börsenreaktion im letzten Abschnitt ergänzt) - Der Pharmakonzern Roche hat mit seinem Prüfmedikament Lampalizumab zur Behandlung von geografischer Atrophie (GA) einen Rückschlag erlitten. Das Mittel erreichte nicht den primären Endpunkt in der Phase-III-Studie "Spectri", wie der Konzern am Freitag nach Börsenschluss mitteilt.
08.09.2017 19:20

Lampalizumab hat die sogenannte mittlere Änderung des GA-Läsionsbereich nicht reduziert im Vergleich mit der Scheinbehandlung bei einer Untersuchungsdauer von einem Jahr. Angesichts des Mangels an Wirksamkeit werde die weitere Dosierung bei Patienten unterbrochen, bis die Ergebnisse der zweiten Phase-III-Studie mit dem Namen "Chroma" ausgewertet werden, heisst es. Diese Daten stellt Roche für November in Aussicht.

GA ist ein genetisch bedingte Erkrankung, wobei Netzhautgewebe in der Makula (Ort des schärfsten Sehens) verloren geht und zu permanenten blinden Flecken im Gesichtsfeld führt. Gegenwärtig gibt es laut Roche keine zugelassene Behandlung für die Krankheit.

Die in den USA gehandelten Roche-Aktienzertifikate (ADR) sind in der Folge unter Abgabedruck geraten. Zur Berichtszeit stehen sie 1,8% tiefer auf 31,52 USD und hatten vor der Bekanntgabe der Studienergebnisse etwa ein halbes Prozent im Plus notiert.

cp/mk

(AWP)