SHL: Erlass einer einstweiligen Verfügung von Gericht endgültig abgelehnt

Ein von SHL-Aktionären eingereichtes Gesuch um Erlass einer einstweiligen Verfügung gegen das Unternehmen wegen der Wahl eines externen Verwaltungsrates ist endgültig abgelehnt worden. Das Bezirksgericht von Tel Aviv habe das Gesuch abgelehnt, heisst es in einer Mitteilung des Unternehmens vom Dienstagabend.
24.01.2017 18:45

Die Klage gegen SHL, Cai Mengke und Himalaya Asset Management Limited (Himalaya) werde unterdessen weiter angehört, heisst es weiter. Auf Verlangen der Kläger sei Harel zudem als Partei der genannten Klage gelöscht worden.

Vor knapp zwei Wochen war bekannt geworden, dass das israelische Unternehmen SHL Telemedicine sich mit einer Klage seiner eigenen Aktionäre konfrontiert sieht: Eine Aktionärsgruppe, vertreten durch Yariv Alroy, wehrt sich gegen die am 5. Januar erfolgte Wahl von Ronen Harel zum unabhängigen Mitglied des Verwaltungsrats.

Der Kritikpunkt: Die Investoren Cai Mengke und Himalaya Asset Management Limited seien kontrollierende Aktionäre von SHL und würden gemeinsam handeln. Daher verstosse die Wahl von Harel an der ausserordentlichen Generalversammlung gegen die herrschenden Gesetze Israels und sei damit nichtig.

Bereits damals hiess es, ein gleichzeitig eingereichter Antrag auf einstweilige Verfügung gegen die Ernennung Harels sei vom Bezirksgericht Tel Aviv abgewiesen worden. Das Gericht hatte den Beklagten aber das Recht eingeräumt, angehört zu werden. Diese hatten nun sieben Tage Zeit, um ihre Antwort einzureichen, und die Parteien waren für den (heutigen) 24. Januar 2017 vorgeladen.

Gemäss letzter Meldung an die Schweizer Börse hält Cai Mengke 29,85% an SHL und Himalaya 10,12%. Die Aktionärsgruppe um die Familien Alroy und Shalev wiederum meldete letzten Dezember eine Beteiligung von 23,05% am Medtech-Unternehmen.

ys/cp

(AWP)