Stadler-Chef Thomas Ahlburg verlässt das Unternehmen

Der Bahnhersteller Stadler Rail und sein Chef Thomas Ahlburg gehen künftig getrennte Wege. Aufgrund von Differenzen zur strategischen und organisatorischen Weiterentwicklung der Firma hätten der Verwaltungsrat und Ahlburg entschieden, das Arbeitsverhältnis einvernehmlich aufzulösen, teilte Stadler am Donnerstagabend mit.
21.05.2020 18:38

Die Aufgaben des abtretenden CEO übernimmt ab sofort Verwaltungsratspräsident Peter Spuhler. Als langjähriger CEO und nun Präsident kennt er das Unternehmen bestens. Spuhler wird die operative Leitung solange besetzen, bis für Ahlburg ein Nachfolger gefunden wird.

Ahlburg will künftig als selbstständiger Unternehmer tätig sein. Bis Ende 2020 stehe er Stadler beratend zur Seite, hiess es weiter. Vor seiner Tätigkeit als Gruppen-CEO war er für den Bereich Stadler Bussnang verantwortlich. Dabei habe Ahlburg etwa die Internationalisierung sowie den Ausbau der Produktionskapazitäten der Firma vorangetrieben.

"Obwohl wir nicht immer gleicher Meinung waren, habe ich Thomas als leidenschaftlichen und pragmatischen CEO kennen- und schätzen gelernt", wird Peter Spuhler in der Mitteilung zitiert.

2020-Prognosen gestrichen

Weiter äusserte sich die Gruppe auch über die Auswirkungen der Coronakrise auf das Geschäft. Bislang seien diese relativ gering, hiess es. Die künftigen Folgen seien zum jetzigen Zeitpunkt allerdings nur schwer abschätzbar. Daher streicht Stadler die bislang geltenden Finanzziele für das laufende Jahr.

Die Gruppe hatte sich Anfang März zum Ziel gesetzt, den Umsatz im Jahr 2020 auf 3,5 Milliarden Franken zu steigern nach 3,2 Milliarden im Jahr davor. Dabei wollte man eine Betriebsgewinn-Marge von mindestens 6 Prozent erreichen.

mk/

(AWP)