Teva profitiert von Actavis-Übernahme

Der weltgrösste Hersteller von Nachahmermedikamenten, Teva, hat im vierten Quartal von der Actavis-Übernahme profitiert und den Umsatz kräftig gesteigert. Die Erlöse legten trotz negativer Währungseffekte um ein Drittel auf 6,5 Milliarden US-Dollar zu, wie die israelische Ratiopharm-Mutter am Montag mitteilte. Unter dem Strich machte der Pharmahersteller aber einen Verlust von 1,04 Milliarden Dollar, nach einem Gewinn von 485 Millionen ein Jahr zuvor. Grund waren deutlich höhere Sonderlasten etwa für den Umbau und hohe Rückstellungen im Zusammenhang mit Untersuchungen von US-Behörden zu möglichen Preisabsprachen.
13.02.2017 13:50

Operativ schnitt die Gesellschaft aber besser ab als von Analysten im Schnitt befürchtet. Das Anfang Januar gekappte Ziel für 2017 bestätigte der Konzern. Der um Sondereffekte bereinigte Gewinn je Aktie dürfte 2017 zwischen 4,90 und 5,30 Dollar je Aktie liegen. Der Umsatz dürfte von 21,9 Milliarden Dollar im laufenden Jahr auf 23,8 bis 24,5 Milliarden klettern. Seit geraumer Zeit zeigen die Verkäufe früherer Blockbuster wie etwa beim Multiple-Sklerose-Mittel Copaxone nur noch eine geringe Dynamik. Anfang August hatte Teva die gut 40 Milliarden Dollar schwere Übernahme der Generika-Sparte des Rivalen Allergan abgeschlossen./jha/mne/fbr

(AWP)