Trend zu Elektromobilität treibt Interesse an Rohstofflagerstätten

Der steigende Bedarf an Rohstoffen wie Kobalt, Kupfer, Nickel und seltenen Erden für Autobatterien weckt Interesse an Lagerstätten in Deutschland und Europa. Die deutsche Autoindustrie sei bei solchen Mineralien abhängig vom Ausland, warnte am Mittwoch der Vorstandschef des schwedischen Unternehmens Eurobattery Minerals, Roberto García Martínez, beim Internationalen Automobilkongress in Zwickau. Zudem würden die Rohstoffe im Ausland oftmals unter fragwürdigen ethischen und ökologischen Bedingungen gefördert - etwa in Ländern wie Kongo, Indonesien, den Philippinen, China und Chile.
13.10.2021 15:52

Sein Unternehmen verfolgt Bergbauprojekte in Finnland, Schweden und Spanien. Künftig könnte Deutschland hinzukommen, erklärte Martínez. Konkret sprach er von Kupfergewinnung in der Lausitz, die sein Unternehmen ins Auge gefasst habe. Der Boom der Rohstoffpreise mache Vorkommen interessant, die bisher nicht wirtschaftlich unter hiesigen Umwelt- und Sozialstandards abgebaut werden konnten. Hinzu komme, dass bei den Herstellern das Interesse an Batterie-Mineralien wachse, die nachhaltig gefördert wurden und das zurückzuverfolgen sei.

Eurobattery Minerals ist nicht das einzige Unternehmen, das hiesige Rohstoffe im Blick hat. Erst jüngst hatte die Deutsche Lithium angekündigt, im Osterzgebirge 2025 den Abbau von Lithium aufnehmen zu wollen. Das Vorkommen in der Region Zinnwald wird auf rund 125 000 Tonnen geschätzt./hum/DP/jha

(AWP)