TUI Suisse-Chef geht von zweistelligem Umsatzrückgang im Sommer aus

Die Coronapandemie trifft die Reiseveranstalter hart. Der neue Chef von TUI Suisse, Philipp von Czapiewski, geht für den Sommer von einem starken Umsatzrückgang im deutlich zweistelligen Prozentbereich aus.
03.06.2020 17:30

Der Umsatzrückgang für das Gesamtjahr 2020 sei zum heutigen Zeitpunkt nicht quantifizierbar, sagte er in einem Interview mit dem Branchenportal "Travelnews" vom Mittwoch. Die aktuelle Situation beeinflusse das Buchungsverhalten stark.

"Für den Sommer 2020 erwarten wir entsprechend der Möglichkeiten eine extreme Kurzfristigkeit beim Buchungsverhalten. Gleichzeitig sehen wir aber auch, dass bereits heute der nächste Winter sowie der Sommer 2021 gebucht werden", sagte von Czapiewski. Langfristig sei er positiv gestimmt, dass die Buchungen wieder vernünftige Niveaus erreichen würden.

Zum angekündigten Abbau von 8'000 Stellen im TUI Konzern, sagte der neue Schweiz-Chef: Angesichts des sich ändernden Marktes, der schwierigen Wirtschaftserholung und des intensiven Wettbewerbs müsse man sich optimal aufstellen. "Das gilt für den Konzern gleichermassen wie für uns in der Schweiz."

"Wir müssen uns als Vermarktungs-Organisation optimieren. Der Fokus liegt aktuell stark auf Kosten und Effizienz. Wir schauen alle Bereiche an, immer mit dem nötigen Augenmass", sagte von Czapiewski, der am 1. März die Nachfolge des zurückgetretenen Martin Wittwer angetreten hatte. Man schaue alle Unternehmensteile an, auch die 62 Reisebüros in der Schweiz.

jb/kw

(AWP)